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Es ist ein Projekt, das die Stadt Ludwigsfelde seit Jahren prägt und das nun in die entscheidende Phase geht: Der Neubau von drei Grundschulen inklusive Sporthallen befindet sich auf der Zielgeraden. Nach intensiven Planungen, politischen Entscheidungen und sichtbaren Baufortschritten werden zwei der drei neuen Grundschulen bereits zum kommenden Schuljahr eröffnet.
Damit steht die Stadt kurz davor, den ersten Teil eines der größten Infrastrukturprojekte ihrer Geschichte erfolgreich abzuschließen.
Ein Blick zurück
Die Notwendigkeit, die Schullandschaft grundlegend zu erweitern, wurde bereits im Bildungs- und Betreuungsbericht 2018 deutlich. Spätestens mit der Machbarkeitsstudie im Jahr 2020 war klar, vor welcher Herausforderung die Stadt steht: steigende Einwohnerzahlen, mehr Geburten und ein wachsender Bedarf an Kitaplätzen, der sich etwas zeitverzögert auf die Anzahl der benötigten Schulplätze auswirkt.
„Der Bildungs- und Betreuungsbericht hat uns damals sehr deutlich vor Augen geführt, was auf uns zukommt. Rückblickend war das der Moment, in dem wir verstanden haben, dass wir größer denken müssen als zuvor“, erinnert sich Bürgermeister Andreas Igel.
Schon damals war klar, dass bis zum Schuljahr 2024/25 rund 30 zusätzliche Klassenräume benötigt werden würden. Die vorhandenen Kapazitäten waren bereits überschritten. Der Ausbau der Schullandschaft wurde damit zur zentralen Zukunftsaufgabe.
März 2023: Abgabe der Bauanträge im Kreishaus Luckenwalde
Von der Planung zur Umsetzung
In den folgenden Jahren nahm das Projekt Schritt für Schritt Gestalt an:
„Die Planungsphase war lang, intensiv und nicht immer einfach. Wir mussten viele Interessen abwägen und Entscheidungen treffen, die nicht immer auf uneingeschränkte Zustimmung gestoßen sind. Aber wir haben nie den Blick für das große Ziel verloren“, so Igel rückblickend.
Oktober 2023: Symbolischer erster Spatenstich
Vom ersten Spatenstich bis zum Richtfest
Mit dem ersten Spatenstich im Oktober 2023 wurde das Projekt schließlich sichtbar. Auf den Baustellen in der Albert-Schweitzer-Straße und der Karl-Liebknecht-Straße entstanden moderne Schulgebäude mit jeweils Platz für über 500 Schülerinnen und Schüler.
Ein weiterer Meilenstein folgte im Juni 2024 mit der Grundsteinlegung am Standort der künftigen Grundschule „Im Kiefernwald“. Im März 2025 wurde dann Richtfest gefeiert; ein Moment, in dem die Dimensionen des Projekts für alle Ludwigsfelder sichtbar wurden.
„Wenn man heute auf die Baustellen schaut, wird einem erst bewusst, was wir hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Das erfüllt mich mit großer Vorfreude, aber auch mit Stolz und Respekt vor der Leistung aller Beteiligten“, betont Bürgermeister Igel.
Sein besonderer Dank gilt dabei den Projektpartnern: „Mit S&P Sahlmann und der Märkische Heimat haben wir verlässliche und engagierte Partner an unserer Seite, die dieses Projekt mit uns gemeinsam umsetzen. Ohne diese Zusammenarbeit wären wir heute nicht da, wo wir stehen.“
Grundsteinlegung im Juni 2024
Eröffnungen und letzte Schritte
Heute, im Juni 2026, ist das Ziel in greifbarer Nähe: Zwei der drei neuen Grundschulen sowie die neue Sporthalle „Brunnenpark“ werden zum neuen Schuljahr ihren Betrieb aufnehmen. Die feierlichen Eröffnungen sind am 04. September von 14.30 bis 19.00 Uhr (Regenbogen-Grundschule) sowie am 18. September von 14.30 bis 19.00 Uhr (Grundschule "Im Kiefernwald") geplant.
Bis dahin gilt es, die letzten Etappen erfolgreich zu meistern. „Wir befinden uns auf den letzten Metern und die sind bekanntlich oft die anspruchsvollsten. Natürlich wird nicht vom ersten Tag an alles reibungslos funktionieren, weder auf der Baustelle noch später im Schulalltag. Aber das ist völlig normal bei einem Projekt dieser Größenordnung“, ordnet Bürgermeister Andreas Igel den Start realistisch ein.
„Wichtig ist, dass wir jetzt Schritt für Schritt alle noch vor uns liegenden Hürden nehmen. Ich bin überzeugt, dass sich dann alles schnell einspielen wird und dass wir am Ende genau das erreichen, was wir uns vorgenommen haben: moderne, leistungsfähige Schulen für unsere Kinder.“
Luftbilder: April 2026
Ein Kraftakt für die Zukunft der Stadt
Mit einem Investitionsvolumen von rund 150 Millionen Euro ist der Schulbau das größte Projekt in der Geschichte Ludwigsfeldes. Trotz herausfordernder finanzieller Rahmenbedingungen gelingt es der Stadt, die notwendigen Mittel bereitzustellen und gleichzeitig Fördermöglichkeiten gezielt zu nutzen.
„Wenn ich heute zurückblicke, bin ich vor allem eines: dankbar, dass wir diesen Weg gegangen sind und die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Es war ein Kraftakt für die gesamte Stadt, aber auch ein notwendiger“, so Igel abschließend.
Begleitend zum Endspurt auf den Baustellen setzt die Stadt Ludwigsfelde auch in der Kommunikation weiter auf regelmäßige Einblicke. Bereits in der Vergangenheit wurde der Fortschritt des Schulbauprojekts mit insgesamt vier Schulupdate-Videos dokumentiert, um Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und anschaulich über den Stand der Arbeiten zu informieren.
Auf der Zielgeraden des Projekts wird dieses Format nun fortgesetzt: Bis September veröffentlicht die Stadt weitere kurze Videobeiträge zu unterschiedlichen Themen rund um den Schulbau. Sie sollen spannende Einblicke in die finalen Bauphasen, die Ausstattung der Gebäude und die letzten Schritte bis zur Eröffnung geben. Veröffentlicht werden die Videos über die städtischen Social-Media-Kanäle sowie auf der Homepage. Ergänzt werden sie durch begleitende Beiträge mit weiterführenden Informationen, die unter anderem auch im Ludwigsfelder Boten erscheinen.