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Kommunales Energie- & Klimaschutzkonzept

Kommunale Handlungsoptionen

Im Mai 2014 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ludwigsfelde die Erstellung eines kommunalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes (KEK) beschlossen. Damit beabsichtigt die Stadt, ihre Handlungsoptionen für einen angemessenen Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende zu ermitteln.

Vor dem Hintergrund institutioneller Zielvorgaben aus Bundes- landes- und Regionalstrategie soll somit ein Rahmen für die Umsetzung global relevanter Klimaschutzbemühungen auf kommunaler Ebene gesetzt werden.

Klimaschutzmanager

Breite Akteursbeteiligung

In einem anderthalb jährigen Erarbeitungsprozess wurde gemeinsam mit einem Beratungsbüro aus Potsdam das kommunale Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeitet. Neben Workshops mit den Stadtwerken, den Fraktionsspitzen der Stadtverordnetenversammlung, den Wohnungsbauunternehmen und dem kommunalen Gebäudemanagement, wurde auch die Bevölkerung der Stadt Ludwigsfelde aufgerufen, sich am Erarbeitungsprozess zu beteiligen.

Dazu fand eine öffentliche Veranstaltung statt, bei der die Maßnahmen für ein klimafreundliches Ludwigsfelde vom Potsdamer Beratungsbüro vorgestellt wurde und von den Anwesenden priorisiert werden konnte. Im Juni 2016 wurde des fertige Konzept von den Stadtverordneten zur Kenntnis genommen und die Umsetzung des Konzeptes beschlossen.

Das fertige Konzept umfasst eine Beschreibung des Untersuchungsraumes, eine umfassende Energie- und CO2-Bilanz, ein Kapitel zu den möglichen Energie- und Kosteneinsparpotenzialen, Szenarien einer künftigen klimagerechten Stadtentwicklung und ein Maßnahmenkatalog mit insgesamt 34 Einzelmaßnahmen.

Download

Das Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt können Sie hier herunterladen:

Energie- und Klimaschutzkonzept

Die Energiewende ist mehr als nur eine Stromwende

Der gesamte Energieverbrauch der Stadt Ludwigsfelde liegt im Bezugsjahr 2013 bei 775 Gigawattstunden (GWh). Das entspricht einem Verbrauch von rund 32 Megawattstunden (MWh) pro Einwohner. Mit 457 GWh (59 %) entfällt der größte Anteil auf den Bereich Wärme. Auf den Bereich Kraftstoff entfallen 170 GWh (22 %) und auf den in der allgemeinen Energiewende-Debatte im besonderen Fokus stehenden Bilanzbereich Strom entfallen 147 GWh (19 %). Hervorzuheben ist der relativ hohe Verbrauchsanteil des Bereichs Wärme am Gesamtverbrauch, der vor allem durch die hohen Absätze im industriellen Sektor zurückzuführen sind.

Energieverbrauch nach Sektoren 2013

CO2-Emissionen nach Sektoren 2013

Anhand der ermittelten Energieverbräuche erfolgte im Rahmen des Konzeptes eine Berechnung der CO2-Emissionen für die einzelnen Bereiche. Der Energieverbrauch der Stadt Ludwigsfelde hatte im Jahr 2013 Emissionen von rund 221.000 t CO2 zur Folge. Davon entfallen 43 % auf die Wärmebereitstellung, 37 % auf den Stromverbrauch und 20 % auf die Kraftstoffe. Im Jahr 2013 entfallen in Ludwigsfelde Emissionen in Höhe von 9,1 t CO2 auf jeden Einwohner von Ludwigsfelde. Im Bundesdurchschnitt entfallen rund 8,9 t CO2 auf jeden Einwohner pro Jahr.

Ambitionierter Maßnahmenkatalog

Der Maßnahmenkatalog mit seinen 34 Einzelmaßnahmen werden in sieben verschiedenen Handlungsschwerpunkten zugeordnet. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem:

  • Aufbau eines Energie- und Klimaschutzmanagements,
  • Vorbereitung und Begleitung von Klimaschutzprojekten Schulen und Kitas,
  • Optimierung des örtlichen Fernwärmenetzes,
  • energetische Sanierung der kommunalen Liegenschaften,
  • Energieberatung für Bauherren, Hauseigentümer und Mieter und
  • Förderung einer klimagerechten Mobilität.

Finanzielle Unterstützung vom Land Brandenburg

Das kommunale Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt Ludwigsfelde wurde vom Land Brandenburg gefördert nach der Maßgabe der „Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten zur Förderung des Einsatzes Erneuerbarer Energien, von Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und der Versorgungssicherheit im Rahmen der der Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg (RENplus) vom 7. Juli 2010“ auf der Grundlage des Operationellen Programm Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-OP).