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Löwenbruch

Archäologische Funde weisen darauf hin, dass es in Löwenbruch schon Besiedlungen in der Steinzeit - also vor rund 4000 Jahren - gegeben hat. So wurde aus dieser Zeit ein Rast- und Werkplatz, ein Großsteingrab aus dem Neolithikum, Siedlungsplätze aus der Bronzezeit sowie Gräberfelder und Siedlungen aus der Eisenzeit gefunden. Die grasreiche Niederung bot schon immer gute Bedingungen zur Viehzucht und so gab es zu allen Zeiten Neugründungen von Ansiedlungen und Höfen, in dem Gebiet des heutigen Löwenbruchs. Auch heute noch prägt die Landwirtschaft den Ort.

Informationen
Ortsvorsteher:Ilona Lehmberg
Einwohner:289
Fläche:10,98 km²
Erste urkundliche Erwähnung:1378

Die älteste, verbriefte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1346. Der Ortsname wurde jahrhundertelang mehrfach variiert - Lawenbruch, Lowenbruhe, Leuenbruch ist in alten Registern zu finden und bedeutet so viel wie "tiefes Bruch". Es gibt eine wechselvolle Geschichte der Adelsfamilien von Löwenbruch, ab 1805 kam das Gut an das Geschlecht der von dem Knesebeck, in deren Besitz es bis 1945 war.

Sehenswert sind das um 1800 erbaute Herrenhaus mit dem Mühlradsockel davor und das älteste Bauwerk, die 1716 vom damaligen Gutsherrn von Alvensleben eingeweihte Dorfkirche.

Neben dem Altar liegt auch der Namensgeber von Ludwigsfelde Ernst Ludwig von der Gröben begraben. Löwenbruch ist bekannt für die gute regionale Küche der ortsansässigen Gastronomen und lädt zum Radfahren und Wandern über ausgedehnte Weiden, Wiesen und das Landschaftsschutzgebiet „Notte-Niederung“ ein.

Über den zu Löwenbruch gehörenden Weinberg vorbei an den großen Stallanlagen der Agrargenossenschaft gelangt man nach Ludwigsfelde.

Sehenswert in Löwenbruch

In fünfter Generation führt Karsten Ulrich den „Gasthof zum Löwen“. Das 1887 errichtete Gebäude bietet heute Touristen Kost und Unterkunft und bietet sich als Ausgangpunkt zur Erkundung der Umgebung an.

Bereits vom Eingang des Gasthofes aus, sieht man die Kirche St. Anna, welche 1716 vom Gutsherr Achatz von Alvensleben errichtet wurde. Die Innenausstattung stammt zu großen Teilen aus der Bauzeit. Dazu zählen das Gestühl, die Dreiseitempore und die Herrschaftsloge für die Gutsherren.

Der für die Region vergleichsweise reichhaltig geschmückte Kanzelaltar aus dem Jahr 1719 zeigt im linken und rechten Gepränge die Familienwappen der von der Gröbens und von Thymens. Im Zentrum steht die Darstellung des Abendmahls in evangelischer Tradition. Der Kanzelkorb stellt die vier Evangelisten und Martin Luther dar. Die hölzerne Taufe aus dem Jahr 1670 verzeichnet neben der Jahreszahl unter anderem die Initialen von Balzer Ernst von der Gröben und Dorothea Sybille von Thümen. Rechts vor dem Altar befindet sich das Grab des Namensgebers von Ludwigsfelde, Ernst Ludwig von der Gröben.