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Wahlleiter Christian Großmann rät zu Briefwahl

Sonntag, 19.05.2024

Stimmzettel für Wahl der StVV größer als ein halber Quadratmeter

Christian Großmann ist neben seiner Tätigkeit als Erster Beigeordneter des Bürgermeisters seit 2018 auch Wahlleiter der Stadt Ludwigsfelde. Im Interview spricht er über die Herausforderung der bevorstehenden Wahlen.


Am 9. Juni findet die Europawahl, die Kreistagswahl, die Wahl der Stadtverordnetenversammlung und in einigen Ortsteilen auch die Ortsbeiratswahl statt. Mehr geht an einem Tag fast nicht! Wie laufen die Vorbereitungen der Verwaltung auf diese Mammutwahl?

Großmann: Bisher läuft alles nach Plan. Nachdem der Wahlausschuss am 10. April alle eingereichten Wahlvorschläge für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte zugelassen hatte, konnten alle Vorbereitungen getroffen werden: Die Stimmzettel sind fertig, die Wahlvorstände einberufen und die Wahllokale gebucht.

Bild: Wahlleiter Christian Großmann mit dem Stimmzettel für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung in den Maßen 98 cm x 70 cm 

Welche Herausforderungen sehen Sie in diesem Jahr bei der Durchführung der Wahlen?

Großmann: Die größte Herausforderung besteht in der gleichzeitigen Durchführung von drei – in den Ortsteilen mitunter von vier Wahlen. Dies bedeutet zum einen mehrere Stimmzettel, Wahlurnen und Wählerverzeichnisse mit unterschiedlicher Wahlberechtigung; zum anderen müssen nach 18.00 Uhr durch die ehrenamtlichen Wahlvorstände mehrere Auszählungen durchgeführt werden. Da ist gerade bei der Auszählung eine gute Kondition und anhaltende Aufmerksamkeit gefragt. Zudem bringt das Kommunalwahlsystem mit den drei Stimmen je Wählerin oder Wähler eh schon Herausforderungen beim Auszählen mit sich.

Inwiefern hat die große Auswahl an Kandidaten Auswirkungen auf den Wahlprozess und die Stimmzettel?

Großmann: Bei der Wahl der Stadtverordnetenversammlung treten 152 Kandidatinnen und Kandidaten auf insgesamt 12 Wahlvorschlägen – also Listen – an. Zum Vergleich: 2019 waren es 90 Kandidierende auf 10 Wahlvorschlägen. Natürlich ist es toll, wenn so viele Menschen ein gesteigertes Interesse an der Mitgestaltung der Stadt in den nächsten fünf Jahre haben. Dies findet aber auch auf dem Stimmzettel seinen ganz praktischen Niederschlag: dieser ist mit 98cm x 70cm über einen halben Quadratmeter groß. Um bei der Wahl alleine die Namen aller Bewerberinnen und Bewerber zu lesen und den Überblick zu behalten, geht schon einige Zeit ins Land.

Die Briefwahl gewinnt zunehmend an Bedeutung. Könnten Sie die Vorteile der Briefwahl für die Bürgerinnen und Bürger erläutern?

Großmann: Ja, dass stimmt: seitdem das Wahlgesetz keine Begründung mehr für die Beantragung der Briefwahl verlangt, sind die Zahlen steigend. Gerade bei Kommunalwahlen bietet sich die Briefwahl meines Erachtens auch an. Wie schon gesagt, kann es bei 152 Bewerberinnen und Bewerbern eine längere Zeit in Anspruch nehmen, wenn man sich einen Überblick über die zur Auswahl stehenden Namen verschaffen möchte. Ich persönlich lese mir da auch lieber den Stimmzettel in Ruhe am Küchentisch als in der engen Wahlkabine durch. Da in der Kommunalwahl in erster Linie Personen und nicht Parteien oder Wählergruppen gewählt werden, ist es doch auch sinnvoll, sich diesen Überblick zu verschaffen.

Bis wann und wo haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Briefwahlunterlagen zu beantragen?

Großmann: Dafür gibt es drei Wege: Den klassischen Weg; dazu wird der Antrag auf der Wahlbenachrichtigung aufgefüllt und an die Stadt zurückgeschickt. Dann werden die Unterlagen per Post zugeschickt.

Der digitale Weg: Man scannt den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung mit dem Mobiltelefon ab und füllt den Antrag digital aus; die Unterlagen kommen dann ebenfalls per Post.

Oder man besucht das Briefwahlbüro im Rathaus. Dort kann der Antrag gestellt werden und die Briefwahlunterlagen werden sofort ausgehändigt. Dann kann am die Unterlagen mit nachhause nehmen, wählen und alles per Post an uns zurückschicken. Es ist aber auch möglich, die ausgefüllten Briefwahlunterlagen im Briefwahlbüro direkt abzugeben. Für ganz eilige stehen auch Wahlkabinen im Briefwahlbüro bereit.