- Rathaus & Bürgerservice
- Medien, Kultur & Neuigkeiten
- Stadt, Umland & Tourismus
- Leben & Wohnen in Lu
- Wirtschaft & Gewerbe
Mit dem Festwochenende „Zwischen Poesie und Perspektive“ wurde am 6. und 7. Juni in Ludwigsfelde das Themenjahr „Von hier aus Zukunft“ von Kulturland Brandenburg eröffnet. Rund um das Dichtereck und das Klubhaus entstand ein Ort für Begegnungen, Gespräche, Kunst, Musik und neue Perspektiven auf einen Platz, der lange Zeit wenig Beachtung fand.
Zur offiziellen Eröffnung begrüßten Bürgermeister Andreas Igel, Christian Müller-Lorenz (Leitung Kulturland Brandenburg), Reiner Walleser (Abteilungsleiter Kultur im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg). Unter den Gästen befanden sich ebenfalls Paul Niepalla (Erster Beigeordneter der Stadt Ludwigsfelde) sowie Klubhausleiterin Nadja Hocke.
Das Wochenende verband auf besondere Weise kulturelle Impulse aus ganz Brandenburg mit den Fragen und Perspektiven der Menschen vor Ort. In den ehemaligen Pavillons des Dichterecks präsentierte die Werkschau von Kulturland Brandenburg künstlerische Arbeiten, Installationen und Positionen, die sich mit gesellschaftlichem Wandel, Erinnerung und Zukunftsvorstellungen auseinandersetzten. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Gebäude erstmals seit langer Zeit wieder zu betreten und die Pavillons als Kulturorte neu zu erleben.
Für besondere Momente sorgte auch das musikalische Programm. Die Liedermacherin Heike Mildner aus dem Oderbruch begeisterte mit ihren poetischen, nachdenklichen und zugleich humorvollen Liedern. Ihre Geschichten über Erinnerung, Wandel und Lebensfreude trafen den Charakter des Wochenendes und luden zum Verweilen auf der Liegewiese des Dichterecks ein. Viele Gäste blieben länger, hörten zu, kamen miteinander ins Gespräch und genossen die besondere Atmosphäre des Ortes.
Auch die Lesung der Autorin Paula Fürstenberg, die Gespräche über Zukunftsperspektiven für Ostdeutschland sowie die künstlerischen Interventionen und Performances machten deutlich, wie vielfältig das Kulturland-Themenjahr gesellschaftliche Fragen verhandelt. Dabei ging es immer wieder um die Frage, wie Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann – und welche Rolle Orte, Erinnerungen und Gemeinschaft dabei spielen.
Besonders häufig war zu hören: „Endlich lebt dieser Platz wieder.“ Viele Gäste äußerten ihre Freude darüber, dass die ehemaligen Pavillons und ihre Entwicklung wieder stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken. Ebenso positiv wurde aufgenommen, dass Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, sich mit eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen.
Ein wichtiger Bestandteil des Wochenendes waren die Beteiligungsformate des Projekts DAS ZEITGUT. An einer Polaroid-Ideenwand konnten Besucherinnen und Besucher ihre Wünsche, Anregungen und Visionen für den Ort festhalten. Die Resonanz war groß. Zahlreiche Gespräche drehten sich um die Frage, welche Nutzungen sich die Menschen für die Gebäude wünschen und wie das Dichtereck künftig zu einem lebendigen Treffpunkt im Quartier werden kann.
Auch die Führungen des Geschichtsvereins Ludwigsfelde stießen auf großes Interesse. Sie machten die Geschichte des Dichterviertels erlebbar und eröffneten neue Perspektiven auf einen Ort, mit dem viele Menschen persönliche Erinnerungen verbinden.
Zu den Höhepunkten des Wochenendes gehörte das Abschlussprogramm am Sonntag. Das Fahrradkonzert mit den Berliner Vokalartisten The Razzzones und den BMX-Sportlern von LuCru Ludwigsfelde verband Musik, Bewegung und urbanen Sport auf eindrucksvolle Weise. Unterschiedliche Generationen kamen zusammen, die Tafeln waren gut gefüllt und ein sonst oft unbelebter Platz wurde für zwei Tage zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadtgesellschaft.
Zum Gelingen des Wochenendes trugen zahlreiche Partner und Vereine bei. Mit dabei waren unter anderem der Kulturforum e.V., die Gebrüder-Grimm-Grundschule, der Geschichtsverein Ludwigsfelde sowie der Union Fanclub, die das Programm und die Versorgung der Gäste bereicherten.
„Wir freuen uns, dass Ludwigsfelde Gastgeber der Eröffnung des Kulturland-Themenjahres sein durfte. Das Festwochenende hat gezeigt, dass das Dichtereck ein Ort mit Geschichte, Potenzial und vielen Perspektiven ist. Die Gespräche, Begegnungen und eingebrachten Ideen bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg mit DAS ZEITGUT weiterzugehen und die Entwicklung des Ortes gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten“, so Nadja Hocke, Leiterin des Klubhauses.
Mit dem Festwochenende ist zugleich der Startschuss für das Jahresprogramm von DAS ZEITGUT gefallen. Bis in den Herbst hinein folgen weitere Workshops, Gespräche, Lesungen und Beteiligungsformate im Dichtereck. Das Interesse der Besucherinnen und Besucher hat gezeigt: Die Neugier auf diesen Ort und seine Zukunft ist groß.