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Zukunftsrat mit zahlreichen Ideen für Ludwigsfelde

Mittwoch, 15.03.2023

Nachhaltigkeitsausschuss soll über erarbeitete Ergebnisse beraten

38 Empfehlungen für ein „enkeltaugliches Ludwigsfelde“ umfasst die Liste, die der erstmalig zusammengekommene Zukunftsrat in eineinhalb Tagen im September letztens Jahres erarbeitet hat. Nach einem öffentlichen Bürgerforum, bei dem die Vorschläge vorgestellt und vertieft wurden sowie einer Online-Umfrage fand Ende Februar ein zweiter Transferworkshop statt. Neben fünf Mitgliedern des Zukunftsrats, Bürgermeister Andreas Igel und ausgewählten Verwaltungsmitarbeitern nahmen am diesem zweistündigen Workshop mit Martino Persky (CDU) und Sven Thielicke (SPD) auch zwei Stadtverordnete teil.

Der erste, aus zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern zusammengesetzte Zukunftsrat der Stadt Ludwigsfelde.

Bürgermeister Andreas Igel hatte aus dem ersten Transferworkshop, der Ende des vergangenen Jahres stattfand, die Aufgabe mitgenommen, alle 38 Empfehlungen des Zukunftsrats einer Prüfung zu unterziehen. Im Ergebnis wurden alle Vorschläge mit den im Nachhaltigkeitsausschuss erarbeiteten Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Da sich eine Vielzahl der Ideen mit bereits echten Projekten der Stadt Ludwigsfelde überschneiden, präsentierte das Stadtoberhaupt eine Liste, die nach einem Ampelprinzip den aktuellen Arbeitsstand darstellt. Im Ergebnis war zu erkennen, dass sich eine Vielzahl der Projektideen bereits in der Bearbeitung befindet bzw. sogar schon umgesetzt wurden. Gleichzeitig wurde auch deutlich, an welchen Stellen die Stadt keine Einflussmöglichkeiten besitzt. Die Mitglieder des Zukunftsrates zeigten sich erfreut, dass sich in der Liste „wenig rot“ befindet und schlugen vor, die Themen „in Bearbeitung“ noch um einen möglichen Realisierungszeitplan zu ergänzen.

Projektliste

Legende

gelb - bereits in Bearbeitung
grün - bereits umgesetzt
blau - bisher kein Thema/neu
rot - Stopp!

Rangfolge Vorschlag (Themenzuordnung) Anzahl Unterstützer
1 Ludwigsfelde braucht wieder ein Freizeit- und Familienbad!!! (Freizeit & Tourismus) 53
2 Straßenverkehrskonzept erstellen bzw. anpassen (Mobilität & Energie) 49
3 Neue Flugrouten sind erforderlich (Wohnraum) 45
4 Mehr und größere Mülleimer in Kombination mit Sitzbänken (Stadtbild) 45
5 Überwachtes Fahrradparkhaus an Bahnhöfen (Mobilität & Energie) 43
6 ÖPNV (Mobilität & Energie) 43
7 Müll - Projekttage an Schulen (Stadtbild) 43
8 Straßenausbau und Radwegenetzausbau (Mobilität & Energie) 39
9 Kooperationen mit Schulen (Jugend) 38
10 Jugendbeteiligung (Jugend) 38
11 Ziel: Ein vernünftiges Wachstum für Ludwigsfelde (Wohnraum) 38
12 Dachbegrünungen ausbauen (Wohnraum) 36
13 Fläming-Skate Anbindung!! (Freizeit & Tourismus) 36
14 Klubhaus beleben! (Freizeit & Tourismus) 35
15 Bowlingbahn wieder in Betrieb nehmen oder bauen (Freizeit & Tourismus) 32
16 Lärmemission!! (Wohnraum) 30
17 Vorhandene Ressourcen nutzen (Freizeit & Tourismus) 29
18 Einbindung aller Fördertöpfe für Maßnahmen und Ideen mit und für Jugend (Jugend) 28
19 Energiepolitik (Mobilität & Energie) 26
20 Anpassung der Verwaltung an das ständige Wachstum (Sonstiges) 24
21 Wasserspielplatz (Jugend) 23
22 Mehr tun für den Zusammenhalt (Sonstiges) 22
23 Müll - Größere und sichtbarere Präsenz des Ordnungsamts (Stadtbild) 20
24 Es braucht mehr Gastronomie, auch in den Ortsteilen (Freizeit & Tourismus) 19
25 Wanderwegenetz mit Anreiz (Stempelpass) (Freizeit & Tourismus) 19
26 Brandenburg WLAN (Jugend) 18
27 Videoüberwachung an stärker frequentierten Plätzen (Stadtbild) 16
28 Ortsteile stärker einbinden (Sonstiges) 15
29 Ehrenamtscafé eröffnen (Freizeit & Tourismus) 15
30 Mitfahrbänke aufstellen (Mobilität & Energie) 14
31 Hundewiese am Brunnenpark (Freizeit & Tourismus) 14
32 Social Media (Jugend) 12
33 TF reichster Kreis Ostdeutschlands - wie kann Ludwigsfelde daraus lernen? (Sonstiges) 10
34 Wo seid ihr? (Sonstiges) 10
35 Geo-Caching nutzen (Freizeit & Tourismus) 9
36 Bebauungsplan anpassen (Wohnraum) 8
37 Touchpoint LAN CAFE (Jugend) 6
38 Ausschreibungen für Bau und Unterhaltung (Mobilität & Energie) 5

„Wir haben im vergangenen Jahr rund 300 zufällig ausgewählte Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder angeschrieben, um sie einzuladen, Teil des vom LOSLAND-Teams initiierten Zukunftsrates zu werden. Schlussendlich folgten 17 Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder meiner Einladung. Die Dynamik, die innerhalb dieser Gruppe während des neuartigen Beteiligungsprozesses entwickelt hat, finde ich äußerst beeindruckend. Denn sie zeigt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auch wirklich mit Engagement und Leidenschaft für ihre Stadt einsetzen, wenn sie mit ihrem Input wirklich etwas bewirken können. Von daher empfinde ich das Projekt „Zukunftsrat“ bzw. „Bürgerrat“ als ein wirkungsvolles Instrument, um Meinungen und Ideen auch bei zukünftigen Problemen oder Herausforderungen einzusetzen. So können ihre Meinung einfließen und den Blickwinkel für bestimmte Themen weiter öffnen“, steht Bürgermeister Igel einer Zukunft der zufällig gelosten Bürgerräte offen gegenüber.

Zur weiteren Evaluation der Arbeit an der vorliegenden Projektliste soll es mit Teilnehmenden des Zukunftsrates in der zweiten Jahreshälfte eine dritte Transfer-Sitzung geben. Es bleibt das Ziel der Stadt, weitere Bürgerinnen und Bürger für die Stadtpolitik zu interessieren und für eine Beteiligung an den Diskussionen zu gewinnen. Die Entscheidung darüber und wie mit den Ergebnissen des Zukunftsrats umgegangenen werden soll, soll nun in den politischen Gremien diskutiert werden.

Beim Zukunftsforum im vergangenen September, das für alle Bürgerinnen und Bürger offen stand, wurden die Ideen des Zukunftsrats vorgestellt, diskutiert und inhaltlich vertieft.

Bürgerrat – was ist das?

Ein Bürger- oder Zukunftsrat zeichnet sich dadurch aus, dass die Mitglieder nach dem Zufallsprinzip aus dem Melderegister ihrer Heimatgemeinde ausgelost werden. Damit wird das Ziel verfolgt, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen der Stadtbevölkerung abzubilden und mit dieser Diversität ein breites Meinungsspektrum zu der zu diskutierenden Fragestellung zu erzeugen.

Über den LOSLAND-Prozess

LOSLAND begleitet zehn Kommunen in ganz Deutschland dabei, vor Ort eine enkeltaugliche Zukunft zu gestalten. Dafür entwickelt LOSLAND mit den Kommunen passgenaue Beteiligungsprozesse, inspiriert von Bürgerräten, dem Losverfahren und anderen Formen der Bürgerbeteiligung. Die Prozesse in den LOSLAND Kommunen ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, ihre Perspektiven, ihre Ideen und ihr Wissen über ihren Ort einzubringen.

LOSLAND-Erklärung

Die LOSLAND Erklärung ist ein Ergebnis des gemeinsamen Rückblicks von Bürgerinnen und Bürgern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und Verwaltungsmitarbeitenden der LOSLAND Kommunen, der im Dezember 2022 am IASS in Potsdam stattfand.

Das Dokument ist eine Gesprächseinladung an Politikerinnen und Politiker und Akteure, die auf Bundes- oder Landesebene helfen könnten, die Rahmenbedingungen für Bürgerbeteiligung in den Städten und Gemeinden zu verbessern.

» Die LOSLAND Erklärung als PDF zum Download