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Wohnungen für Wildbienen fertiggestellt

Freitag, 16.07.2021

Kommunalservice stellt in Zusammenarbeit mit GAG insgesamt 10 Insektenhotels im Stadtgebiet auf

Es summt und brummt in Ludwigsfelde. In den vergangenen Jahren hat der Kommunalservice der Stadt Ludwigsfelde immer mehr öffentliche Grünflächen, die regelmäßig gemäht wurden, in Wildblumenwiesen umgewandelt. Zahlreiche Wildblumen und Gräser wachsen seitdem im Stadtgebiet und bieten wertvollen Lebensraum für Insekten, der immer mehr eingeschränkt wird. Am Mittwoch wurde nun ein erstes Insektenhotel auf der Wildblumenwiese am Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde aufgestellt, das in Zusammenarbeit mit der GAG Klausdorf gGmbH entstanden ist – neun weitere folgen an Wildblumenwiesen in den Ortsteilen und der Kernstadt und sollen den Insekten als Nist- und Überwinterungshilfe dienen.

„Wir legen unser Augenmerk seit einigen Jahren vermehrt auf die städtischen Grünflächen und wollen sie so naturnah wie möglich erhalten, um einen Teil zum Naturschutz beizutragen. Aus diesem Grund werden oft nur die Ränder der Wiesen gemäht, um zu verdeutlichen, dass diese wilde Wiese genau so gewollt ist“, verrät Kommunalserviceleiterin Evelyn Stöber. „Die Insektenhotels sind auch ein Zeichen an alle Ludwigsfelder, sich selbst so ein Hotel in den Garten zu stellen.“

Unter den Bürgerinnen und Bürgern gibt es noch geteilte Meinungen zu den „wilden“ Flächen. Während einige ihren Nutzen und Mehrwert erkennen und sich mit der natürlichen Unordnung gut arrangieren können, empfinden andere diese Flächen als äußerst ungepflegt. Dabei muss eine Wildblumenwiese nicht immer in den schillerndsten Farben blühen. Auch Gräser bieten einen großen Mehrwert für die Insektenwelt, der von Bürgerinnen und Bürgern erst erkannt werden muss, bevor er auch akzeptiert wird. Dennoch erfolgt eine regelmäßige Mahd der Grünflächen in festen Turnen im gesamtem Gebiet der Stadt Ludwigsfelde.

„Wir sind darauf angewiesen, dass nicht nur die Honigbienen, sondern auch die Wildbienen zusammen mit anderen Insekten unsere Pflanzen bestäuben. Die Lebensräume vieler Wildbienenarten sind auch in Deutschland bedroht. Es ist wichtig, dass nicht nur artenreiche Pflanzen als Nahrung für Insekten vorhanden sein müssen, sondern auch Nistplätze zur Arterhaltung und dazu tragen auch Gräser bei“, weiß Ines Kohl, Mitarbeiterin des Kommunalservice.

Viele der 600 Wildbienenarten, die in Deutschland heimisch sind, sind vom Aussterben bedroht. Die Tiere verhungern oder können nicht nisten, weil zwischen eintönigen Ackerflächen und versiegelten Häuserschluchten zu selten Bienenblumen blühen und alles aufgeräumt ist.

Diese Nistplätze sollen sie nun unter anderem in den Insektenhotels finden. Die richtige Einrichtung des Hotels spielt dabei eine wichtige Rolle. So muss z. B. ins Holz quer zur Maserung gebohrt werden, Schilf- und Bambushalme sind richtig zu behandeln. Fichten- und Kiefernzapfen sowie Holzschnitzel haben laut NABU nichts in einem Insektenhotel zu suchen. Auch Mini-Steilwände aus einer Mischung aus Lehm- und Sand stellen einen super Ersatzlebensraum dar und können in einem Hotel untergebracht werden. Fachlich richtige Anleitungen und Erklärungen stellt beispielsweise der NABU oder der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zur Verfügung.