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Vom „Reagenzglas“ zur Cola-Flasche

Dienstag, 21.05.2024

Coca-Cola-Azubis führen Bürgermeister in ihren Ausbildungsberuf ein

Es hatte etwas vom RTL-Format „Undercover Boss“, als Bürgermeister Andreas Igel vor kurzem seinen schwarzen Anzug gegen neongelbe Arbeitskleidung inklusive Kopfbedeckung und Arbeitssicherheitsschuhen eintauschte. Rundumverändert und kaum wiederzuerkennen, tauchte er für einen Nachmittag in den Ausbildungsberuf der Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei der Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP) am Standort in Genshagen ein. Das Werk, das vor 25 Jahren in Betrieb genommen wurde, gilt nicht nur als Vorreiter in Sachen Produktion, es glänzt auch in puncto Nachhaltigkeit. Rund 180 Beschäftigte befüllen auf drei Produktionslinien rund 1,2 Millionen Flaschen täglich.

Der Enthusiasmus und die Aufregung standen Gino Bennek, Leandro Enke und Tom de Camp bereits von weitem im Gesicht geschrieben. Mit einem breiten Lächeln empfingen die drei Auszubildenden den Bürgermeister und und Wirtschaftsförderin Pia Jost bereits am Pförtnerhäuschen. Nach einer kurzen Einweisung und einem gemeinsamen Gespräch mit Standortleiterin Ina Asendorf und Ausbildungsleiter Gerd Neubauer führten sie das Stadtoberhaupt durch die verschiedenen Abteilungen des Werks. Dabei wurde nicht nur gezeigt, wie die Cola in die Flaschen gelangt oder wie die Flasche selbst unter hohem Druck entsteht, sondern auch, welche vielfältigen Prozesse und Technologien hinter diesem alltäglichen Genuss stecken.

Die Auszubildenden erklärten mit Begeisterung, welche Fertigkeiten und Kenntnisse ihr Beruf abdeckt. Von der Überwachung und Steuerung von Produktionsanlagen über Qualitätskontrollen bis hin zur Entwicklung neuer Rezepturen. „Ich bin überrascht gewesen, welches Fachwissen die drei jungen Männer nach einem bzw. zwei Lehrjahren bereits erworben haben. Auch die Vielfältigkeit der Ausbildung selbst, war mir so nicht bewusst, denn das ist eine faszinierende Mischung aus Handwerk, Technik und Kreativität“, zeigte sich Bürgermeister Andreas Igel überrascht.

Doch nicht nur die fachliche Expertise der Auszubildenden beeindruckte den Bürgermeister. Auch das Engagement des Coca-Cola Werks für Nachhaltigkeit und Umweltschutz wurde deutlich sichtbar. Bereits seit vielen Jahren arbeitet das Werk daran, seinen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Durch Maßnahmen wie den Einsatz erneuerbarer Energien, die Optimierung von Prozessen und das Recycling von Materialien konnte der Ausstoß von Emissionen deutlich gesenkt werden.

Betriebsleiterin, Ina Asendorf, betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Anstrengungen zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes und erläuterte, wie das Werk weiterhin auf eine nachhaltige Produktion hinarbeitet. „Um einen Liter Coca-Cola zu produzieren, benötigen wir hier in Genshagen nur 1,16 Liter Wasser. Um klimaneutral zu bleiben, müssen die verbliebenen CO2-Emissionen weiter reduziert werden. Dafür werden die Hochdruckkompressoren am Standort in diesem Sommer modernisiert“, erklärt die Betriebsleiterin stolz.

Die Zertifizierung des Coca-Cola Werks als klimaneutral durch Lloyd’s Register ist nicht nur ein Meilenstein für das Unternehmen selbst, sondern auch ein Beispiel für nachhaltiges Handeln der Unternehmen am Standort Ludwigsfelde. Seit 2017 werden in der Produktion zudem 97 Prozent aller eingesetzten Werkstoffe wiederverwendet.

„In einer Zeit, in der der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit darstellt, zeigt das Werk in Genshagen, dass eine nachhaltige Produktion nicht nur möglich ist, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Mit innovativen Technologien, engagierten Mitarbeitern und einer klaren Vision für die Zukunft wird hier ein beeindruckendes Zeichen für eine umweltfreundliche und nachhaltige Produktion gesetzt. Dass gutausgebildete Fachkräfte die Basis dieses Erfolgs darstellen, haben mir die jungen Auszubildenden heute eindrucksvoll gezeigt,“ zeigte sich Bürgermeister Andreas Igel am Ende seines knapp zweistündigen Besuchs zufrieden.