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Stabil, aber auf hohem Niveau

Montag, 04.04.2022

Aktuelles Infektionsgeschehen im Landkreis

Stabil, aber auf hohem Niveau – so lässt sich das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Teltow-Fläming aktuell bewerten. „Gerade in der Arbeitswelt sind aktuell viele Erkrankungen zu beobachten. Das stellt insbesondere medizinische und Pflegeeinrichtungen vor große Herausforderungen. Aber auch Verwaltungen bleiben davon nicht verschont. In Anbetracht des großen Publikumsverkehrs durch die Registrierung von Flüchtlingen aus der Ukraine und der Verantwortung der Verwaltung zum Eigen- und Kundenschutz bleibt wegen hoher Inzidenzzahlen die Maske in den Standorten der Kreisverwaltung weiterhin Pflicht. Grundlage ist die Hausordnung“, so Landrätin Kornelia Wehlan angesichts des Wegfalls vieler Schutzmaßnahmen.

Maskenpflicht im Kreishaus

Um Beschäftigte, Besucher*innen und Gremienvertreter vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, gilt im Kreishaus in Luckenwalde nach wie vor die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Hier wird eine Maske nach dem OP-Standard als ausreichend angesehen. Aufgrund des unklaren Impfstatus‘ und ihrer längeren Verweilzeit in der Behörde sollen Schutzsuchende aus der Ukraine FFP2-Masken benutzen. Sie werden bei Bedarf vor Ort damit ausgestattet.

Da u. a. die Maskenpflicht großflächig entfällt, wird auch das extra gebildete Corona-Kontrollteam des Landkreises seine Tätigkeit einstellen.


Daten und Fakten

Aktuell weist Teltow-Fläming eine 7-Tage-Inzidenz von 1250,9 auf. 3763 Menschen gelten als infiziert, damit sind seit Pandemiebeginn insgesamt 47.820 Menschen aus dem Landkreis positiv auf das SARS-Cov-2-Virus getestet worden. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion sind in der vergangenen Woche drei weitere Personen verstorben – damit hat sich die Zahl der Todesfälle auf 302 erhöht (Stand: 1. April 2022)

Der Altersdurchschnitt der Infizierten hat im Vergleich zur Vorwoche weiter zugenommen und lag Anfang der Woche bei rund 41 Jahren (39 Jahre Vorwoche, 37 Jahre vor 2 Wochen). Seniorinnen und Senioren über 70 Jahre machten rund 10 Prozent der Infizierten aus (8,3 Prozent Vorwoche, 4,9 Prozent vor 2 Wochen). Der Anteil der Infizierten aus dem mittleren Alterssegment hat abgenommen.

Situation an Schulen

Derzeit liegen Fallhäufungen und Einzelfälle in einer Vielzahl der Kitas und Schulen des Landkreises vor. Da Schulen keiner Meldepflicht unterliegen, lässt sich das dortige Infektionsgeschehen vom Gesundheitsamt nicht aussagekräftig beurteilen, zumal aufgrund des Wegfalls der Kontaktermittlungen auch keine direkten Informationen mehr beim Gesundheitsamt eingehen.

Die Auswertungen der Labordaten übermitteln folgendes Bild: Derzeit sind im Landkreis 342 Kinder im Alter von 6 bis einschließlich 12 Jahren sowie 322 Jugendliche von 13 bis einschließlich 17 Jahren mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Das sind rund 17 Prozent aller aktuell infizierten Personen im Landkreis (Trend sinkend). Seit Ausbruch der Omikron-Welle im Januar 2022 infizierten sich rund 43 Prozent aller Kinder des Landkreises von 6 bis einschließlich 12 Jahren mit SARS-CoV-2 sowie rund 32 Prozent aller Jugendlichen von 12 bis einschließlich 17 Jahren.

„Aufgrund der Durchseuchungsraten von inzwischen rund 32 Prozent bei Jugendlichen (13 bis 17 Jahre) sowie 43 Prozent bei Kindern (6 bis 12 Jahre) wird die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus in diesen Altersgruppen gehemmt. Außerdem dürfte die Einkehr der wärmeren Jahreszeiten zu einem Rückgang der Übertragungen führen – eine gestärkte Immunabwehr bietet schlechtere Lebensbedingungen für Grippeviren“, schätzt das Gesundheitsamt ein. „Die Entscheidung zur Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen ist nachvollziehbar, zumal die Regelungen zu den Stichprobentests erhalten bleiben. Dennoch handelt es sich bei der Omikron-Variante um einen höchst ansteckenden Erreger“. Deshalb empfiehlt das Gesundheitsamt das Tragen von medizinischen Masken weiterhin, bis sich das Infektionsgeschehen tatsächlich beruhigt hat.

Die Anzahl der infizierten Lehrkräfte ist dem Gesundheitsamt nicht bekannt. Laut einem Bericht des MBJS ist der Krankenstand aller Lehrkräfte im Land Brandenburg nahezu doppelt so hoch wie zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres.


Sprechzeiten an Impfstellen des Landkreises werden eingeschränkt

Aufgrund stagnierender Quoten werden die Impfangebote des Landkreises zurückgefahren. So werden am Impfzentrum in der Fläminghalle ab der 14. Kalenderwoche nur noch zwei Impfstraßen betrieben und der Rückbau der Einrichtung vorbereitet. Sie wird Ende April ihren Betrieb einstellen.

Die Impfstelle am Krankenhaus Ludwigsfelde ist ab dem 9. April nur noch samstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr besetzt.

Zunehmend nutzen übrigens Menschen die Gelegenheit für eine zweite Auffrischungsimpfung. Auch einige Schutzsuchende aus der Ukraine haben sich in der Fläming-Halle immunisieren lassen.


Bürgertelefon

Einen leichten Rückgang der Anrufe – aktuell auf ca. 35 pro Tag – verzeichnet das Corona-Bürgertelefon. „Es ist deutlich ruhiger als in den Wochen zuvor. Und bedingt durch die aktuellen Änderungen überwogen allgemeine Anfragen oder Nachfragen zu Quarantänebescheinigungen“, erläutert Sozialdezernentin Kirsten Gurske. Der Landkreis hat seit dem 18. März 691 solcher Schreiben verschickt, die nur noch auf Nachfrage erstellt werden. Das Corona-Bürgertelefon ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr besetzt.