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Rechte der Älteren stärken

Donnerstag, 23.07.2020

Ludwigsfelder Seniorenbeirat engagiert sich seit zehn Jahren

Wie bei einem runden Geburtstag üblich, sollte eigentlich zünftig gefeiert werden. Doch Corona machte auch dem Seniorenbeirat bei seinen Planungen zum zehnjährigen Bestehen einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen trifft sich der Beirat derzeit in kleiner Runde, mit großem Abstand und strengen Hygieneregeln im Waldhaus. Wie andere Aktivitäten wurde auch die Jubiläumsfeier bis auf Weiteres „auf Eis gelegt“.

Jetzt beraten die neun Mitglieder des Beirates erst einmal, wie die anstehenden Vorhaben für die ältere Generation auch unter den derzeitigen Bedingungen umgesetzt werden können: Der nächste Stadtteil-Rundgang mit dem Bürgermeister und anderen Lokalpolitikern durch Ludwigsfelde Nord beispielsweise, bei dem Erfordernisse für ein besseres Wohnumfeld aufgezeigt werden.

Der im letzten Jahr neugewählte Seniorenbeirat der Stadt Ludwigsfelde.

In den vergangenen zehn Jahren hat das ehrenamtliche Gremium viel für die Belange älterer Einwohner erreicht. Das Projekt „30 Bänke für Ludwigsfelder Senior*innen“ war 2010 die erste Aktion, weitere folgten. Dazu gehörten die Mitwirkung bei der Gestaltung des Stadtaktivparks, die Senioren-Stammtische zu Themen wie 'Gutes Wohnen im Alter, Sicherheit im Alltag und die öffentlichen Verkehrs-verbindungen, die Aktion „Notfalldosen“ sowie der neue „Kiez-Treff-Lu-West“ in der Erich-Weinert-Straße und Veranstaltungen zur Seniorenwoche.

„Das sind einige praktische Beispiele, unser Engagement für die ältere Generation in Ludwigsfelde umfasst weit mehr“, erläutert Dr. Vera Paul. Sie ist von Beginn an dabei und Vorsitzende des Seniorenbeirates. „Wir sind ein beratendes Gremium und wurden von den Stadtverordneten berufen. Dabei verstehen wir uns vor allem als politisch unabhängige Interessenvertreter der Senioren und als Mittler zu den gewählten Stadtverordneten und der Verwaltung. Es geht uns um die Wertschätzung der Erfahrungen und Leistungen der Älteren und um ihre Teilhabe am Leben in der Stadt. Dafür streiten wir uns auch mal und wollen bei kommunalpolitischen Entscheidungen gehört werden. Schließlich gilt es zu verhindern, dass sich ältere Menschen nach dem Ende ihres Berufslebens zurückziehen und vielleicht sogar vereinsamen. Mit unserer Arbeit haben wir im zurückliegenden Jahrzehnt schon dazu beigetragen, dass die Lebensbedingungen der älteren Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder verbessert werden“, so die Vorsitzende des Seniorenbeirats.

Zusammen mit Apotheker Andreas Wendorff (links) stellten Dr. Vera Paul (mitte) und Dietmar Lohrberg (rechts) 2017 die Notfalldosen vor.

„Wir haben gute Partner, die uns seit Jahren unterstützen“, ergänzen Gisela Jänke und Dietmar Lohrberg. „Da sind beispielsweise das DRK Fläming-Spreewald, mit dessen Hilfe der Seniorenbeirat den Kiez-Treff betreiben kann, das evangelische Krankenhaus und die Akademie 2. Lebenshälfte, um nur einige zu nennen. „Stets ein offenes Ohr für uns hat auch der Ludwigsfelder Apotheker Andreas Wendorff. Bereitwillig unterstützt er von Beginn an unsere Aktion 'Notfalldosen' für den Kühlschrank mit allen wichtigen Informationen für Retter“, ergänzt Jänke.

Besonderen Wert auf die Seniorenarbeit in den Ortsteilen legt Beiratsmitglied Erika Dahlke: „Ob Ahrensdorf, Siethen, Genshagen oder Löwenbruch, in den Ortsteilen treffen sich viele Rentner regelmäßig, tauschen sich aus. Wäre schön, wenn wir auch in der Kernstadt wieder mehr solcher Begegnungsmöglichkeiten hätten. Das Klubhaus ist sehr gut zu erreichen, vielleicht könnte man die ehemalige Flamingobar zeitweilig dafür nutzen“, meint die ehemalige Stadtverordnete.

kieztreff ludwigsfelde mit Senioren Rentner

Zahlreiche Senioren im Jahr 2018 bei der Einweihung des Kiez-Treffs in Ludwigsfelde West.

„Die insgesamt positive Bilanz schließt aber nicht aus, dass wir die Ergebnisse und das Selbstverständnis unserer Arbeit immer wieder überprüfen“, betont Vorsitzende Dr. Vera Paul. „Die regelmäßigen Anhörungstermine beim Bürgermeister halten wir weiterhin für sehr wichtig. Als beratende Partner wollen wir uns künftig aktiver und effektiver in Diskussionen und Entscheidungen der Stadtverordneten zu seniorenrelevanten Themen einbringen. Unser Jubiläum haben wir daher zum Anlass genommen, nicht nur über unsere Erfolge zu berichten. In einem Schreiben an die Stadtverordneten werden wir deshalb eine Verbesserung unserer Mitwirkungsmöglichkeiten in den kommunalen Gremien und ein solides finanzielles Budget für unsere Veranstaltungen vorschlagen.“

Eine Bitte haben die Beiratsmitglieder auch direkt an die Senioren. Diese sollten einfach vorbeikommen, eine Email schreiben oder die Sprechzeiten des Seniorenbeirates nutzen, wenn 'irgendwo der Schuh drückt'. Voraussichtlich ab Mitte August gibt es die Sprechstunden wieder regelmäßig im Kiez-Treff West (Geschwister-Scholl-Straße 38). Nähere Informationen dazu veröffentlicht die Stadt auf ihrer Internetseite.