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Museum erfindet sich neu

Montag, 13.07.2026

Planungen für neue Dauerausstellung des Stadt- und Technikmuseums beginnen

Wer das Stadt- und Technikmuseum Ludwigsfelde besucht, taucht heute in die Geschichte der Stadt, ihrer Industrie und ihrer Menschen ein. Diese Geschichte soll künftig noch lebendiger, interaktiver und für alle Generationen erlebbar werden. Mit der Gestaltungsagentur „h neun“ hat die Stadt nun einen erfahrenen Partner gefunden, der in den kommenden drei Jahren die neue Dauerausstellung konzipieren wird.

Vor wenigen Tagen fiel dafür der offizielle Startschuss. Im Stadt- und Technikmuseum am Bahnhof in Ludwigsfelde wurden die Verträge unterzeichnet, anschließend verschaffte sich das Team der Agentur bei einem ausführlichen Rundgang einen ersten Eindruck von den Ausstellungsräumen, den Exponaten und der Geschichte des Hauses. Gemeinsam mit dem Museumsteam beginnt nun ein intensiver Entwicklungsprozess, an dessen Ende eine vollständig neu konzipierte Dauerausstellung stehen soll.

Die Berliner Agentur "h neun" ist auf die Entwicklung von Museen und Ausstellungen spezialisiert. Sie verbindet wissenschaftliche Inhalte mit moderner Architektur, Gestaltung und interaktiven Vermittlungsformen. Ziel ist es, Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern für Besucherinnen und Besucher erlebbar zu machen.

Möglich wird der Auftakt des Projekts durch eine Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg in Höhe von 40.000 Euro für das Jahr 2026. Für die Folgejahre 2027 und 2028 strebt die Stadt eine Anschlussförderung an. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist frühestens für das Jahr 2029 vorgesehen.

„Wir freuen uns sehr, dass die gemeinsame Arbeit jetzt beginnt. Der erste Austausch mit der Agentur war äußerst vielversprechend und hat gezeigt, wie viel Potential in unserem Museum steckt“, freute sich Museumsleiterin Maria Bartholomäus über den erfolgreichen Auftakt. „Bis zur Eröffnung liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber wir sind überzeugt, dass sich dieser Weg am Ende für unser Museum und vor allem für unsere Besucherinnen und Besucher auszahlen wird.“

Der Schwerpunkt der neuen Ausstellung soll auch weiterhin auf der Technik- und Industriegeschichte sowie der Stadtentwicklung Ludwigsfeldes liegen. Gleichzeitig soll die Geschichte moderner, verständlicher und abwechslungsreicher vermittelt werden. Nach der Auftaktveranstaltung folgen zunächst gemeinsame Workshops, in denen das Museumsteam und die Agentur Ziele, Inhalte und die zukünftige Ausrichtung der Ausstellung entwickeln.

„Unsere Dauerausstellung begleitet das Museum – mit behutsamen Anpassungen – bereits seit der Eröffnung des Museumsgebäudes. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sie grundlegend weiterzuentwickeln“, erklärt die zuständige Fachbereichsleiterin Monika von der Lippe. „Industriegeschichte und Stadtgeschichte so miteinander zu verbinden, dass sich Menschen aller Generationen angesprochen fühlen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Ich bin aber überzeugt, dass daraus eine Ausstellung entsteht, die viele Besucherinnen und Besucher begeistern wird.“

Dass das Interesse am Museum groß ist, zeigen auch die Besucherzahlen. Im vergangenen Jahr kamen 6.275 Gäste in das Stadt- und Technikmuseum. Den bisherigen Höchstwert verzeichnete das Haus 2023 mit 8.240 Besucherinnen und Besuchern.