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Mit kritischem Blick unterwegs in Ahrensdorf

Donnerstag, 09.06.2022

Beobachtungen beim 5. Stadtteil-Rundgang mit Bürgermeister Andreas Igel

Als sich  bereits zahlreiche Teilnehmer*innen des 5. Stadtteil-Rundgangs vor dem Dorfgemeinschaftshaus im Ludwigsfelder Ortsteil Ahrensdorf am 25. Mai versammelt hatten, kam ein kräftiger Regenschauer herunter. Davon ließ sich aber niemand beeindrucken. Unter den rasch aufgespannten Regenschirmen warteten alle geduldig auf den Beginn des Spaziergangs. Und als Bürgermeister Andreas Igel und Ortsvorsteher Jens Wylegalla alle Anwesenden herzlich begrüßten, war das Wetter schon wieder freundlich und die Stimmung gut.

Wie in den Vorjahren hatten Bürgermeister und Seniorenbeirat zu diesem kritischen Rundgang eingeladen – diesmal in einen Ortsteil, denn das Anliegen, die Lebensbedingungen der älteren Ludwigsfelder*innen weiter zu verbessern, schließt natürlich auch die Ortsteile ein.

Zur Freude der Organisatoren waren neben Mitgliedern des Senioren- und des Behindertenbeirats zahlreiche Anwohner*innen gekommen, um ihren Wohnort kritisch unter die Lupe zu nehmen. Auch der Landtagsabgeordnete Helmut Bartel und die Stadtverordnete Karin Marquardt (beide SPD) sowie der Stadtverordnete Peter Dunkel (Die Linke/FiLu) waren der Einladung gefolgt und beteiligten sich mit Interesse am Rundgang.

Dieser führte zunächst vom Dorfgemeinschaftshaus, das endlich ausgebaut und dabei auch mit einem behindertengerechten Zugang versehen werden soll, über die Hauptstraße in Richtung Sporthalle. Dabei achteten die Teilnehmer*innen, einige wieder ausgestattet mit Beobachtungslisten, auf Stolperstellen, Barrieren und unzureichend abgesenkte Bordsteinkanten, den Zustand von Grünanlagen und Gehwegen, die Ausstattung mit Bänken, Papierkörben oder Stationen für Hundekotbeutel. Auch die Außenfront der Ahrensdorfer Sporthalle, die Außensportanlagen und der dahinter befindliche Grillplatz wurden kritisch begutachtet. Für die dringend notwendige Neugestaltung des Grillplatzes hat der Ortsbeirat bereits eine Idee: Hier könnte eine Beachvolleyballanlage entstehen.

Was Baumwurzeln mit Fußwegen machen können, wurde auf der Alten Potsdamer Straße deutlich. Es ist keine leichte Aufgabe für die Mitarbeiterinnen der Stadt Ludwigsfelde, die den Bürgermeister beim Rundgang unterstützten, geeignete Lösungen für die Sanierung des Gehwegs zu finden. Denn Baumschutz und die Bedürfnisse der Fußgänger, unter ihnen auch Ältere mit Rollator oder Eltern mit Kinderwagen, müssen immer in Einklang gebracht werden.

Schließlich übergab der Bürgermeister ein Bauwerk an die Dorfgemeinschaft, auf das die Anwohner*innen drei Jahre lang warten mussten: eine neue Brücke über den Graben parallel zur Lindenallee. Endlich können Senior*innen oder Kinder wieder auf kurzem Weg den Graben überqueren. Die zweite Brücke über diesen Graben – seit drei Jahren zerstört und gesperrt - bietet dagegen noch immer einen traurigen Anblick. „So, wie es jetzt ist, geht es nicht“, stellte Herr Igel fest. Ein weiterer Antrag des Ortsbeirats ist nötig, um auch diese Brücke erneuern zu können. Aber zunächst müssen die Überreste der alten Brücke, die nicht nur optisch stören, sondern auch eine Gefahrenquelle bilden, beseitigt werden.

Nach über einer Stunde Rundgang konnten sich die Teilnehmer*innen im Raum der Freiwilligen Feuerwehr bei Kaffee und Kuchen (gebacken von einer über 80-jährigen Ahrensdorferin) etwas erholen und dem Bürgermeister weitere Fragen stellen.

Diskutiert wurde z.B. über die unterschiedliche Auslegung von Straßenverkehrsregeln durch Autofahrer im Ortsteil (Tempo 30 /rechts vor links/abgesenkte Bordsteinkante…). Hier ist mehr Eindeutigkeit erwünscht, um Gefahren für alle am Straßenverkehr Beteiligten abzuwenden. Auch der Wunsch nach einem zweiten Wartehäuschen für die Bushaltestelle An der Feuerwache kam zur Sprache. Bürgermeister Andreas Igel setzte sich sachkundig und lösungsorientiert mit den Anliegen der Gesprächsteilnehmer*innen auseinander.

Alle Beobachtungen, Hinweise und Wünsche der am Rundgang Beteiligten wurden notiert. Aus diesen Notizen und Fotos wird mit Unterstützung von Henrik Nolde, Fachstelle für Altern und Pflege im Quartier, wieder eine aussagekräftige Dokumentation entstehen. Diese bildet dann die Grundlage für die weitere Arbeit. Der Seniorenbeirat dankt den Mitarbeiter*innen der Fachstelle besonders für die kontinuierliche Begleitung auf dem Weg zu einer altersfreundlichen Kommune. Auch die Unterstützung durch den Verein „Ahrensdorfer Treff“ und durch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr hat dazu beigetragen, dass diese Ortsteilbegehung eine runde Sache war.

Allgemeines Fazit am Ende der Veranstaltung: Es hat sich gelohnt und hat Spaß gemacht.

Der nächste Stadtteil-Rundgang ist übrigens bereits am 19. September 2022 im „Dichterviertel“ der Kernstadt geplant. Anschließend fragen wir dann wieder bei einem Senioren-Stammtisch: „Wo drückt der Schuh?“. Alle Interessenten an den kritischen Rundgängen und deren Ergebnissen sind schon jetzt herzlich dazu eingeladen.

Text & Bilder: Dr. Vera Paul/Seniorenbeirat