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Wie sicher sind die Wege, auf denen Kinder täglich zur Schule unterwegs sind? Um auf diese Frage zukünftig eine Antwort mit konkreten Lösungsansatz zu haben, fand Anfang Oktober im Sitzungssaal des Rathauses der Auftakt zum angekündigten Schulwegchecks statt. Der gesamte Schulwegcheck wird für alle Grundschulen und weiterführenden Schulen durchgeführt und daher voraussichtlich rund eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Ziel ist es, die Schulwege umfassend zu untersuchen, Gefahrenstellen zu erkennen und daraus gezielte Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
Beim ersten Auftakttermin standen die Theodor-Fontane-Grundschule und der neue Standort der Kleeblatt-Grundschule in der Ahrensdorfer Heide im Mittelpunkt. Am Austausch beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung aus den Fachdiensten Verkehrsinfrastruktur, Schulen und Kitas sowie Ordnungsamt, außerdem die Polizei, Elternvertretungen, Schulleitungen und der Vorsitzende des SSKS-Ausschusses.
Für jede Schule ist ein eigener Auftakttermin vorgesehen, um die örtlichen Gegebenheiten und Herausforderungen gezielt zu betrachten. Im Rahmen des Schulwegchecks werden die vorhandenen Wege und Verkehrsbedingungen analysiert und bewertet. Dabei geht es darum, Gefahrenstellen und Verbesserungsmöglichkeiten systematisch zu erfassen. Aus den Ergebnissen soll ein Maßnahmenkatalog entstehen, den die Stadt anschließend priorisiert. So können notwendige Verbesserungen gezielt angegangen und Maßnahmen möglichst wirksam eingesetzt werden.
Die Analysen sollen außerdem als fachliche Grundlage dienen, um bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde in Luckenwalde beispielsweise mögliche Geschwindigkeitsreduzierungen auf bestimmten Straßen zu prüfen und zu begründen.
Auch Kinder und Eltern werden beteiligt
Ein wichtiger Bestandteil des Schulwegchecks ist die Beteiligung derjenigen, die die Wege täglich nutzen. Als nächster Schritt ist deshalb eine Umfrage an der Theodor-Fontane-Grundschule geplant, welche die Kinder zusammen mit Ihren Eltern ausfüllen sollen. Ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Hinweise fließen in die weitere Analyse ein. Für den zukünftigen Standort der Kleeblatt-Grundschule wird ein Sicherheitsauditor das Umfeld großräumig begehen und analysieren. Die Befragung der Eltern und Kinder erfolgt dann nochmal nach Einzug in die neue Schule.
Anlass für das Vorhaben ist unter anderem die Verleihung des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“. Damit verbunden ist der Anspruch, die Perspektiven und Bedürfnisse von Kindern stärker in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Der Fachdienst Verkehrsinfrastruktur nimmt deshalb die Schulwege künftig ganzheitlich in den Blick.