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Lesen geht eigentlich immer

Dienstag, 09.08.2022

Bücherfreunde vom Förderverein der Stadtbibliothek geben ihre Leseempfehlungen

Jede Zeit ist Lesezeit, auch wenn es noch so heiß ist. Das finden auf jeden Fall die Mitglieder vom Förderverein 2.0 der Ludwigsfelder Stadtbibliothek. Sie wollen auch andere Menschen von ihrem liebsten Hobby überzeugen und stellen deshalb künftig in loser Folge interessante und lesenswerte Bücher vor. Die Lesetipps kommen entweder von ihnen selbst oder von gleichgesinnten Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfeldern, die ihre Geheimtipps aus dem verwirrend vielfältigen Bücherangebot verraten.

Den Anfang machen die Vereinsangehörigen Denise Ellwart, Thomas Hickisch und Heidi Borchert mit ihren Urlaubs-Leseempfehlungen.

Leseempfehlung von Denise Ellwart: Der Buchspazierer (Autor Carsten Henn)

„Mir gefällt an diesem Buch besonderes der liebevolle, fast märchenhafte Stil. Ich hatte es als Hörbuch aus der Stadtbibliothek und freute mich jedes Mal, wenn ich die Playtaste wieder drücken konnte. Denn es ist das ideale Hörbuch für weite Autofahrten, unterhaltsam, spannend  und witzig!“, meint Vereinsmitglied Denise Ellwart:

Jeden Tag geht Carl seine Runde durch die alten Gassen Münsters. In seinem Rucksack besondere Bücher für besondere Menschen. Eigentlich trägt er nur für eine Buchhandlung Bücher aus, aber seine Kunden sind Mr. Darcy, Effi Briest, Herkules, Dr. Faustus und Frau Langstrumpf. Mit dem Namenmerken hat es Carl nicht  und so hat er seinen Kunden, je nach Aussehen und Auftreten,  die Namen von Romanhelden gegeben.

Alles ändert sich eines Tages, als ihn nicht nur Hund, der eigentlich eine Katze ist,  sondern auch die kleine, vorwitzige Schascha ihn beginnt zu begleiten. Sie wirbelt nicht nur sein Leben durcheinander, sondern öffnet ihm die Augen für seine ganz besonderen Bücherkunden. Denn diese haben alle ganz besondere Gründe um Bücher zu bestellen, sei es Einsamkeit oder Traurigkeit und sogar Analphabetismus.

Erst die kleine Schascha gibt ihm den Namen Buchspazierer. Als Carl dann seine Arbeit verliert und auch noch das Mädchen verschwindet, wird es richtig spannend.


Leseempfehlung von Thomas Hickisch: Die Enkelin (Autor Bernhard Schlink)

Bernhard Schlink schürt mit diesem Roman Erwartungen an gute Literatur, da er bereits für sein Debütwerk mehrfach ausgezeichnet wurde.

Mit diesem Roman - Die Enkelin - legt er nach und beschreibt fein formuliert entscheidende Lebenslinien dreier Frauen von der Großmutter bis zur Enkelin, schwerpunktmäßig in Berlin und Brandenburg.

Dieser Roman nimmt uns mit in das Deutschland vor, während und nach der Wende und gibt, wie ich finde, insbesondere Ostdeutschen den Blick auf interessante Facetten des damaligen Lebens frei. Spannungsfelder und Auswirkungen der Flucht vom Osten in den Westen prägen nicht nur die Großmutter, sondern mindestens indirekt die nachfolgenden zwei Generationen.

Die zweite Hälfte des Romanes bewegt sich fast ausschließlich in der Jetztzeit und beleuchtet sehr eindrücklich, anhand der jüngsten Protagonistin, die Lebenswelt rechtsgerichteter Familien, die in einem Brandenburger Dorf Fuß fassen. Zwei Spektren konkurrieren um die Enkelin, das rechte, völkische und das liberale.

Bis zum Schluss begleitet den Leser die Frage, Wie wird es wohl ausgehen? Auf der einen Seite bietet dieser Roman nicht immer einfache Kost, auf der anderen Seite fällt es schwer, dieses Buch vor dem spannenden Ende aus der Hand zu legen.


Leseempfehlung von Heidi Borchert: Die Frauen von Reichstag. Stimmen der Freiheit (Autorin Micaela A. Gabriel)
Darum geht's: Im Januar 1919 bekamen die Frauen in Deutschland zum ersten Mal das Recht zu wählen und gewählt zu werden. Marlene und Sonja kennen sich seit Kindheitstagen. Aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammend, waren sie trotzdem befreundet. Als Erwachsene werden sie jedoch zu erbitterten Rivalinnen; nicht nur was Justus betrifft, sondern auch in der Politik.