ludwigsfelde
22°
Klarer Himmel
61% Luftfeuchtigkeit
Wind: 4m/s SO
MAX C 24 • MIN C 21
23°
FR
20°
SA
15°
SO
20°
MO
Wetter von OpenWeatherMap
Öffnungszeiten Bürgerservice
Montag
geschlossen
Dienstag
09:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch
09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag
09:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 18:00 Uhr
Freitag
09:00 – 12:00 Uhr

Jeden 1. und 3. Samstag
von 09:00 – 13:00 Uhr
Kontaktdaten
Rathausstraße 3

Gemeinsam gegen Hitze

Mittwoch, 29.07.2026

Kommunen der Flughafenregion setzen Klimaanpassung bereits um

Schönefeld, 29. Juli 2026 – Mit den Sommermonaten rückt das Thema Hitzeschutz erneut in den Fokus. Das Dialogforum Airport Berlin Brandenburg nimmt dies zum Anlass, erfolgreiche Beispiele kommunaler Klimaanpassung aus der Flughafenregion vorzustellen und auf die Herausforderungen bei ihrer Umsetzung aufmerksam zu machen.

„Die Folgen der Erderwärmung sind auch bei uns in Berlin und Brandenburg stärker denn je spürbar“, sagt Helmut Barthel, Vorsitzender des Dialogforums. „Längere Hitzeperioden und häufiger auftretende Extremwetterereignisse stellen Städte und Gemeinden vor neue Aufgaben. Wir haben also zwei Aufgaben gleichzeitig zu lösen: den Klimaschutz weiter konsequent zu betreiben und gleichzeitig mit den Risiken und Folgen des Klimawandels umzugehen, um die Lebensqualität weitestgehend zu erhalten.“ Die Kommunen übernehmen diese Aufgaben bereits – mit großem Engagement und vielen guten Ideen. „Doch Klimaschutz und Klimaanpassung dürfen nicht von der jeweiligen Haushaltslage abhängen“, so der Vorsitzende, „sie sind Teil kommunaler Daseinsvorsorge und brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und eine dauerhafte Finanzierung.“

Kommunen handeln bereits
Wie kommunale Klimaanpassung in der Praxis aussehen kann, zeigt beispielsweise die Stadt Ludwigsfelde. Dort werden Begrünungsmaßnahmen, Regenwassermanagement und Verschattung systematisch in die Stadtentwicklung integriert. Das Konzept „Grünes Wegenetz“, naturnahe Grünflächen, die dezentrale Versickerung von Regenwasser oder Sonnenschutz auf Spielplätzen, an Schulen und Kindertagesstätten tragen dazu bei, die Auswirkungen zunehmender Hitze zu mindern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern. Gleichzeitig wird derzeit ein kommunales Klimaanpassungskonzept vorbereitet.

Paul Niepalla, Erster Beigeordneter der Stadt Ludwigsfelde, sagt: „Die Folgen des Klimawandels stellen auch Kommunen vor neue Herausforderungen. Deshalb ist Klimaanpassung längst ein fester Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. Mit gezielten Maßnahmen wie mehr Stadtgrün, Verschattung und einer nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung entwickeln wir unsere Stadt vorausschauend weiter. So verbessern wir die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und schaffen die Voraussetzungen, um die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger auch künftig zu erhalten.“

Auch der Berliner Bezirk Treptow-Köpenick setzt auf eine Vielzahl von Maßnahmen. Dort entstehen derzeit ein bezirklicher Hitzeaktionsplan sowie ein Klimaanpassungskonzept. Bereits umgesetzt wurden unter anderem sogenannte „Kühle Räume“, die Umgestaltung hitzebelasteter öffentlicher Plätze zu Schatteninseln, sowie das Projekt „Hitzehelfer*innen“, das Menschen befähigt, besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen bei Hitze zu unterstützen. Darüber hinaus verfolgt der Bezirk mit seiner „Strategie Grün“ einen langfristigen Ansatz zur Sicherung und Entwicklung von Grün- und Freiräumen. Zudem regelt das neue Berliner Klimaanpassungsgesetz den rechtlichen Rahmen wie sich Berlin systematisch an die Folgen des Klimawandels anpasst und bindet die Bezirke bei der Umsetzung verpflichtend mit ein.

Klimaanpassung braucht verlässliche Rahmenbedingungen
Jana Herschelmann, Klimaschutzbeauftragte im Bezirksamt Treptow-Köpenick, sagt: „Der Bezirk setzt erste Maßnahmen, die notwendig sind, bereits um. Um sich jedoch auf die zukünftigen Folgen des Klimawandels tatsächlich einstellen zu können, darf Klimaanpassung nicht weiter mit anderen wichtigen Aufgaben um knappe personelle und finanzielle Ressourcen konkurrieren. Deshalb braucht es verlässliche Unterstützung, die Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel, langfristige Förderkulissen und Planungssicherheit, damit noch mehr wichtige Maßnahmen angegangen werden können und aus guten Einzelprojekten eine flächendeckende Vorsorge werden kann."

Erfahrungsaustausch ist die günstigste Investition
„Erfahrungsaustausch ist die günstigste Investition. Sie spart Zeit, vermeidet Fehler und fördert neue Ideen. Mit dem Klimanetzwerk, für das das Dialogforum den entscheidenden Impuls gab, haben wir bereits eine starke Struktur aufgebaut, in der Kommunen voneinander lernen und gemeinsame Projekte entwickeln“, so Barthel. „Auch wenn der Schwerpunkt des Netzwerks gegenwärtig auf kommunalem Klimaschutz liegt, zeigt es, wie wichtig Zusammenarbeit, Wissenstransfer und gegenseitige Unterstützung sind. Genau diese Kultur der Kooperation werden wir künftig auch für die Klimaanpassung brauchen.“ Auch persönliches Engagement ist gefragt Hitzeschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Neben den Kommunen können auch Bürgerinnen und Bürger selbst mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, die Folgen zunehmender Hitze zu verringern – etwa durch die Begrünung privater Grundstücke, Verschattung, einen bewussten Umgang mit Wasser oder die Unterstützung besonders gefährdeter Menschen während Hitzeperioden.

Das Dialogforum Airport Berlin Brandenburg wird den Erfahrungsaustausch der Kommunen auch künftig unterstützen. Gute Beispiele aus der Region sollen sichtbar gemacht, erfolgreiche Lösungen schneller verbreitet und die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden – damit die Flughafenregion den Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam begegnen kann.

Über das Dialogforum Airport Berlin Brandenburg
Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Dialogforum Airport Berlin Brandenburg (KAG DF) ist seit 2006 eine zentrale Kommunikations- und Kooperationsplattform der Kommunen in der Flughafenregion und der drei anliegenden Berliner Bezirke mit dem Flughafenbetreiber sowie der BADC. Die Länder Berlin und Brandenburg und die beteiligten Landkreise sind beratende und unterstützende Mitglieder. Aufgabe des Dialogforums ist es, einen Raum für einen transparenten Dialog zwischen den Mitgliedern anzubieten, gegenseitiges Vertrauen zwischen den Akteuren aufzubauen, Entwicklungsziele zu vereinbaren und einen Interessenausgleich zu befördern.

Text: Dialogforum Airport Berlin Brandenburg | Geschäftsstelle Kommunale Arbeitsgemeinschaft
Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung | Clemens Glade 

Bild: istock | Xurzon