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„Feuerwehr der Zukunft“ erhält Millionen-Förderung

Mittwoch, 08.09.2021

Es winken bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel

Das Projekt „Feuerwehr der Zukunft“ mit Partnern aus der gesamten Region entlang der B101 bekommt in den kommenden Jahren Fördermittel des Bundes für Forschung und Entwicklung und neue Produkte. Mehr als 45 Partner werden in den kommenden Jahren unter Führung der Stadt Ludwigsfelde das Projekt umsetzen.

„Wir sind überrascht und freuen uns sehr, dass die Jury aus hochrangigen Experten und Vertretern des Bundesforschungsministeriums unser Innovationskonzept ausgewählt hat“, sagt der Wirtschaftsförderer aus Ludwigsfelde, Wilfried Thielicke. „Wir sind als Außenseiter unter den letzten 44 Regionen in Deutschland gestartet und haben sicher mit unserem praktischen Ansatz gepunktet.“

„Die Einsatzkräfte unser Feuerwehren und Rettungskräfte stehen vor gewaltigen Herausforderungen durch neue Technologien Löschverfahren und Transformationsprozesse in Energiewirtschaft und Mobilität“, ergänzt Ludwigsfeldes Bürgermeister Andreas Igel. „Die Bedeutung der Feuerwehr für die Gesellschaft wird zweifelsfrei weiter wachsen und wir in der B101-Region wollen diesen Prozess begleiten und vorantreiben. Ich bedanke mich deshalb bei allen Mitstreitern, Kameraden und Unternehmen“, so Igel weiter.

Online-Verteidigung des „Innovationskonzeptes Feuerwehr der Zukunft“ live aus der Feuerwache Ludwigsfelde, v.l.n.r. Patrice Fischer (Stadtwehrführer Ludwigsfelde), Prof. Erik Grädner (NatureTec GmbH), Wilfried Thielicke (Stadt Ludwigsfelde), Dr. Andreas Kühn (i-vector GmbH)

Mitgearbeitet und an dem Konzept beteiligt sind beispielsweise die Firma Rosenbauer aus Luckenwalde, die u.a. den sog. Panther herstellt, der weltweit auf den Flughäfen im Einsatz ist. Darüber hinaus sind viele kleine Unternehmen für Ausrüstung und Technik des Lösch- und Rettungswesens Partner im Projekt, aber auch Marktführer wie die Firma Schmitz One Seven. Sie hält im Bereich Druckluftschaumsysteme viele Patente und hat sich vor einigen Jahren gerade wegen der Historie und der Kompetenz in der Feuerwehrtechnik in der Region hier angesiedelt. Aus Ludwigsfelde sind beispielsweise die Bussard Technik und Service GmbH, Harald Müller Metall-Sonderfertigung GmbH, die NatureTec GmbH, die Elsterwerkstätten, microvast und selbstverständlich die Freiwillige Feuerwehr dabei.

Die Stadt Ludwigsfelde hatte sich stellvertretend für die B101-Region im letzten Jahr mit einer Projektskizze „WIR! - Feuerwehr der Zukunft“ um die Teilnahme am Förderprogramm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beworben. Unter 130 Wettbewerbern wurde Ludwigsfelde mit seiner Projektidee gemeinsam mit 43 anderen Projekten aus ganz Deutschland für eine Förderung ausgewählt. Seit September letzten Jahres wurde dann mit allen Akteuren ein Innovationskonzept erarbeitet, das jetzt verteidigt wurde. Jetzt steht die Umsetzung und Förderung der erarbeiteten Projekte an und es winken bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel.

Die Projektpartner haben viele Probleme und erste Lösungsideen zusammengetragen, die jetzt weiter ausgearbeitet und umgesetzt werden sollen. Darunter finden sich beispielsweise Fragen des Löschens von batterieelektrischen Speichern, die Entwicklung eines Löschdrohnenschwarms, die digitale Warnbake zur Absicherung von Einsatzstellen aber auch die Behandlung von kontaminierter Einsatzkleidung, die sogenannte „Schwarz-Weiss-Trennung“ noch direkt am Einsatzort. Die Schadstoffe im Ruß gefährden die Gesundheit der Einsatzkräfte und werden für den sogenannten Feuerkrebs bei Einsatzkräften verantwortlich gemacht.

Mit am Start ist auch ein Innovationsmobil, das das Projekt begleiten und auch für die Bürger sichtbar machen soll. „Wir denken daran einen W50 oder L60 umzubauen, um auch den Bezug zur Region herzustellen und sind schon mit den „Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde“ im Gespräch“, so Thielicke. Bevor die Arbeit aber richtig losgeht, müssen in den nächsten Wochen erst einmal die offiziellen Förderanträge ausgearbeitet und eingereicht werden. Eine Internetseite existiert bereits: www.feuerwehrderzukunft.de. Dort gibt es mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten.