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Mit einer feierlichen Fahnenhissung auf dem Rathausplatz hat die Stadt Ludwigsfelde am 15. Juni 2026 erstmals den Veteranentag begangen. Der bundesweite Gedenk- und Anerkennungstag wurde 2025 erstmals in Deutschland durchgeführt. Begleitet vom Blasorchester Ludwigsfelde e.V. versammelten sich Bürgerinnen und Bürger, Veteraninnen und Veteranen, aktive Soldatinnen und Soldaten sowie Stadtverordnete auf dem Rathausplatz, um gemeinsam ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung zu setzen.
In seiner Ansprache hob Bürgermeister Andreas Igel die Bedeutung des Veteranentages hervor. Er mache die Leistungen der Menschen sichtbar, die unserem Land dienen und bereit seien, Verantwortung für die Sicherheit Deutschlands sowie den Schutz von Freiheit, Demokratie und Frieden zu übernehmen. Zugleich erinnerte er daran, dass diese Werte keine Selbstverständlichkeit seien und angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa wieder stärker in den Fokus rückten.
Noch vor wenigen Jahren schien Krieg in Europa für viele Menschen kaum vorstellbar. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine habe sich die sicherheitspolitische Lage und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Bundeswehr, Reservistinnen und Reservisten sowie die Gesellschaft grundlegend verändert. Themen wie Verteidigungsfähigkeit, Bündnisverteidigung und Sicherheit in Europa hätten in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.
„Der Veteranentag sendet ein wichtiges Signal: Wir sehen diesen Dienst, wir erkennen ihn an und wir sind dafür dankbar. Freiheit, Frieden und Sicherheit brauchen Menschen, die bereit sind, dafür einzustehen. Ihnen gilt heute unser Respekt und unsere Anerkennung“, betonte Bürgermeister Andreas Igel.
Im Anschluss wurde im Klubkino der Film „Zwischen Welten“ gezeigt. Das Kriegsdrama aus 2014 beleuchtet die Herausforderungen deutscher Soldaten im Auslandseinsatz und die Spannungsfelder zwischen militärischem Auftrag, Verantwortung und persönlicher Moral. Bei einem anschließenden Gespräch mit einem Referenten für Sicherheitspolitik der Bundeswehr und einem weiteren Soldaten, der in Afghanistan gedient hat, hatten die Anwesenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Ziel war es, Verständnis für die Arbeit der Streitkräfte zu fördern und einen realistischen Einblick in den Dienstalltag von Soldatinnen und Soldaten zu vermitteln.
Mit der erstmaligen Durchführung des Veteranentages setzte die Stadt einen Antrag der CDU/FDP-Fraktion um, der die jährliche Ausrichtung dieses besonderen Gedenk- und Anerkennungstages ermöglicht.