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Ein Viertel von allem

Freitag, 03.07.2026

Bushaltestellenkampagne macht sichtbar, wie eng Wirtschaft und Stadtleben zusammengehören

Wer in diesen Tagen an einer Bushaltestelle in Ludwigsfelde vorbeikommt, entdeckt vertraute Bilder. Kinder in der Kita, eine Theateraufführung im Klubhaus, die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz, Sport im Ort, der Weihnachtsmarkt, das Stadt- und Technikmuseum oder die Festivalstimmung bei Sound City. Doch eines fällt auf: Ein Viertel des Bildes ist rot eingefärbt. Auf der Rückseite der Werbefläche folgt die Auflösung. „1/4 von allem, was du in Lu brauchst und liebst, zahlt unsere Wirtschaft.“

Mit der neuen Kampagne möchte die Stadt Ludwigsfelde sichtbar machen, was im Alltag oft selbstverständlich erscheint: Dass starke Unternehmen nicht nur sichere Arbeitsplätze schaffen, sondern mit ihren Gewerbesteuern auch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Schulen saniert, Kitas betrieben, Veranstaltungen organisiert und kulturelle sowie soziale Angebote finanziert werden können. Zusätzlich unterstützen eine Vielzahl an Unternehmen soziale, kulturelle und sportliche Vereinsprojekte materiell und finanziell.

Rund ein Viertel der Einnahmen im städtischen Haushalt stammt aus der Gewerbesteuer. Die übrigen Mittel setzen sich unter anderem aus Anteilen an der Einkommensteuer, Zuweisungen des Landes Brandenburg, Gebühren und weiteren kommunalen Einnahmen zusammen. Die Wirtschaft bildet damit eine der wichtigsten Säulen für die Entwicklung der Stadt und ihrer Infrastruktur.

„Wenn wir über neue Schulen, moderne Kitas, Kulturangebote, Sportveranstaltungen oder unsere Feuerwehren sprechen, dann sprechen wir immer auch über die Menschen und Unternehmen, die mit ihrer Arbeit und ihren Steuern dazu beitragen, dass all das möglich wird“, sagt Bürgermeister Andreas Igel. „Unsere Wirtschaft ist kein Gegenüber der Stadtgesellschaft. Sie ist ein Teil unseres Wir und trägt jeden Tag dazu bei, dass Ludwigsfelde lebenswert und zukunftsfähig bleibt.“

Die Kampagne ist seit dieser Woche an allen 33 Bushaltestellen im Stadtgebiet zu sehen und wird dort für zwei Wochen präsent sein. Auf den Motiven stehen alltägliche Szenen aus dem Stadtleben bekannten Bildern aus der heimischen Wirtschaft gegenüber – von großen Arbeitgebern wie MTU und Mercedes-Benz bis hin zu kleinen und mittelständischen Unternehmen, die mit ihren Spezialisierungen weit über die Region hinaus erfolgreich sind.

Für Wirtschaftsförderin Pia Jost geht es dabei vor allem um Sichtbarkeit, Wertschätzung und die Zukunftsfähigkeit des Standorts. „Unternehmen entscheiden jeden Tag neu über ihren Standort. Deshalb müssen wir als Stadt attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben. Gute Infrastruktur, Fachkräfte, Innovationsräume und ein verlässliches Miteinander sind dafür entscheidend. Wenn es unseren Unternehmen gut geht, profitiert die gesamte Stadtgesellschaft davon“, sagt sie.

Die Diskussion über Flächenentwicklung und weiteres Wachstum wird auch in Zukunft geführt werden. Die Stadt setzt dabei bewusst auf ein ausgewogenes Flächenmanagement und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze. Ziel ist es nicht, weitere Lagerhallen entstehen zu lassen, sondern Räume für Innovation, Forschung und Entwicklung zu schaffen.

Ein wichtiger Baustein dafür ist der geplante Zukunftspark an der Eichspitze. Unter Federführung der Stadt soll dort ein Standort entstehen, der Unternehmen, Wissenschaft und Stadtgesellschaft miteinander verbindet. Mit Ansiedlungen wie dem Fraunhofer IML sollen neue Synergien geschaffen und hochwertige Arbeitsplätze gesichert werden. Gleichzeitig ist mit dem „Dome“ ein zentraler Ort für Begegnungen, Veranstaltungen, Tagungen und den Austausch zwischen Wirtschaft und Bürgerschaft vorgesehen.

Für Pia Jost ist genau das der entscheidende Gedanke hinter der Kampagne: „Wirtschaftlicher Erfolg und Lebensqualität sind keine Gegensätze. Sie bedingen einander. Wer heute in Forschung, Entwicklung und gute Arbeitsplätze investiert, investiert gleichzeitig in die Zukunft unserer Stadt.“

Oder anders gesagt: Ein Viertel von vielem, was Ludwigsfelde ausmacht, beginnt mit Menschen, die hier arbeiten, ausbilden, produzieren und Verantwortung übernehmen.