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Bürgerin startet Petition gegen Bebauungsplan Nr. 49

Donnerstag, 20.01.2022

Bürgermeister Andreas Igel äußert sich zur Petition gegen die Wegeverbindung zwischen Ludwigsdorf und dem Stadtzentrum

Am 18.01.2022 ist eine Petition gegen den Bebauungsplan Nr. 49 „Wegeverbindung zwischen Ludwigsdorf/Ahrensdorfer Heide und Zentrum/Potsdamer Straße“ veröffentlicht worden. Der Stadtverwaltung gingen vorab Anfragen, telefonisch und per E-Mail, dazu ein. Die Beantwortung der E-Mail der Bürgerin, die die Petition auf den Weg gebracht hat, ist derzeit in Bearbeitung.

„Es ist schade, dass gleich eine Petition veröffentlicht wurde, anstatt zunächst die Antwort der Stadt abzuwarten. So hätten wir vorab für Aufklärung sorgen können“, äußert sich Andreas Igel.

„Natürlich löst eine Petition eine große Verunsicherung unter den Bürgerinnen und Bürgern aus. Mir ist es ein großes Anliegen, Sie heute zu diesem Vorhaben detailliert aufzuklären, Missverständnisse aufzulösen und Transparenz in diesem Prozess zu schaffen.

Die geplante Wegeverbindung, die die Wohnquartiere Ludwigsdorf, Waldsiedlung, Rousseau Park und auch Teile des Flussviertels über die Neckar-, Oder- und Donaustraße bis zur August-Bebel-Straße mit der Innenstadt verbindet, soll als Fuß- und Radwegeverbindung ausgebaut werden. Mit der Erarbeitung des ÖPNV-Konzeptes der Stadt im vorletzten Jahr wurde erkennbar, dass eine für den Busverkehr nutzbare Verbindung zwischen der Buswendeschleife an der Waldsiedlung und der Neckarstraße sinnvoll ist. Die Errichtung wirtschaftlicher Stadtbuslinien zur Versorgung von Teilen des Flussviertels, der Waldsiedlung und Teilen von Ludwigsdorf und des Rousseau Parks mit dem ÖPNV kann so ermöglicht werden.

Alternativ würden die Stadtbusse die einzelnen Straßen des Flussviertels, die von der Potsdamer Straße abgehen, abfahren und über Wendeschleifen auf die Potsdamer Straße zurückkehren, um anschließend in die nächste Straße abzubiegen. Das macht die Busrouten nicht nur teuer, sondern auch unattraktiv für Bürgerinnen und Bürger, da sich die Fahrzeit enorm verlängert. Mit der Nutzung der geplanten Wegeverbindung können die genannten Wohnquartiere effektiv für den ÖPNV erschlossen werden.

Außerdem wird die Durchfahrt des motorisierten Individualverkehrs nicht möglich sein. Hierfür sollen, neben Verkehrsschildern, Barrieren geschaffen werden, die die Durchfahrt dieser Fahrzeuge verkehrstechnisch ausschließen. Eine bauliche Lösung muss dafür gefunden werden. Denkbar sind Versenkpoller, die nur von den Busfahrerinnen und Busfahrern versenkt werden können und so eine Durchfahrt nur für Busse ermöglichen.

Die Wegeverbindung soll ein attraktiver, sicherer Fuß- und Radweg werden, nicht zuletzt durch die geplante Beleuchtung. Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule sollen eigenständig und sicher mit dem Fahrrad zur Schule fahren können. Allgemein wird im Sinne der Mobilitätswende für alle Radfahrerinnen und Radfahrer eine gute, sichere Verbindung zur Innenstadt geschaffen. Im besten Fall erreichen wir hiermit, dass die Bürgerinnen und Bürger eher das Fahrrad für Erledigungen im Stadtzentrum zu nutzen, als mit dem Auto über die Potsdamer Straße zu fahren.

Zudem möchte ich Ihnen erklären, warum eine Beschlussvorlage notwendig war. Die Flächen, auf der die Wegeverbindung erbaut werden soll, befinden sich im Privatbesitz. Jahrelange Bemühungen der Stadt, mit dem Inhaber Kontakt aufzunehmen und die zukünftige Gestaltung der Flächen zu besprechen, blieben erfolglos. Im Rahmen des Planungsrechts schaffen wir auf diesem Wege die Voraussetzung für den Bau einer Wegeverbindung, was im Sinne des Gemeinwohls gewollt ist, und der dann auch ohne das Einverständnis des Eigentümers umgesetzt werden kann.

Des Weiteren soll zukünftig im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 50 eine weitere gute Wegeverbindung vom Quartierszentrum im Rousseau Park zum Bahnhof Struveshof geschaffen werden. Der Bahnhof bietet mit der Bahn eine gute Anbindung unserer Stadt nach Potsdam und zum Flughafen BER. Außerdem hält hier der PlusBus, der Ludwigsfelde mit der Potsdamer Innenstadt verbindet. Auch hier ist es im Sinne des Gemeinwohls unabdinglich, eine verbesserte Zugänglichkeit des Bahnhofs zu gewährleisten, sowohl vom Flussviertel und Ludwigsdorf aus, als auch aus Ahrensdorf.

Im Rahmen des letzten Bauausschusses wurde das Thema bereits vorberaten und erhielt eine eindeutige, einstimmige Zustimmung. Im nächsten Schritt wird das geplante Vorhaben der Stadtverordnetenversammlung am 08.02.2022 vorgetragen. Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass durch ein Bebauungsverfahren erst eine Planung auf den Weg gebracht wird. Ein wichtiger, gesetzlich vorgeschriebener Teil eines Bebauungsplanverfahrens ist die öffentliche Auslegung der Planentwürfe und die Beteiligung der Öffentlichkeit zum Planungsstand. So weit sind wir jetzt aber noch nicht.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Informationen für Aufklärung und Transparenz sorgen und Missverständnisse ausräumen.“