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Auf dem Weg in die Wasserstoff-Wirtschaft

Donnerstag, 25.05.2023

Ludwigsfelde, Großbeeren und Baruth/Mark arbeiten an interkommunaler Wasserstoffstrategie

Im Rahmen seiner „Wasserstofftour durch die Regionen“ machte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach am 16. Mai Halt in Nauen, um in der Region Havelland-Fläming für die Energiewende mittels grünem Wasserstoff zu werben. Nach einer Einführung in die viel versprechenden Entwicklungen der Wasserstoffwirtschaft im Land Brandenburg durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) stellten die Gemeinden Baruth, Großbeeren und Ludwigsfelde ihre interkommunale Wasserstoffstrategie vor.

Die drei Gemeinden sind sich ihrer Verantwortung in der Region bewusst: Großbeeren gehört mit seinem GVZ zu den TOP 5 der größten Güterverkehrszentren Europas und bildet einen der wichtigsten Logistikstandorte des Landes Brandenburg. Im Gemeindegebiet gibt es bisher zahlreiche Großanlagen und mittelgroße Anlagen zur Generierung von Wind- und Solarenergie, darunter eine Windkraftanlage mit 7.400 MW/h pro Jahr sowie eine Photovoltaik-Anlage, die pro Jahr 8.500 MW/h erzeugt.

Ludwigsfelde punktet mit Flächenpotential von mehr als 2 Tonnen Wasserstoff pro Jahr

Die Nachbarstadt Ludwigsfelde ist einer der bedeutendsten Industriestandorte Brandenburgs und bietet mit ihren bebauten Flächen erhebliche Potentiale zur energetischen Zweitnutzung. Bei Nutzung großer Dachflächen, Parkplatzflächen und Straßen für Photovoltaikanlagen entsteht ein Potential zur Erzeugung von weit mehr als 2.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr.

Baruth/Mark wiederum ist ein wichtiges Zentrum der holzverarbeitenden Industrie mit hoher Abwärme und einem besonderen Bedarf an zukunftsweisender und klimagerechter Energieentwicklung. Hier verlaufen zudem wichtige Gastrassen, die in naher Zukunft auch Wasserstoff führen sollen. Auch als Standort der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zeichnet sich Baruth/Mark für interessante Projekte aus.

Memorandum of Understanding

Gemeinsam präsentierten sie dem Wirtschaftsminister ihre Einzelpotentiale sowie die gemeinsame Strategie. Ziel sei es, Kräfte zu bündeln und Synergien zwischen den drei Standorten zu schaffen. Um dieses Vorhaben zu unterstreichen, unterzeichneten die drei Bürgermeister Andreas Igel, Tobias Borstel und Peter Ilk ein Memorandum of Understanding hinsichtlich einer interkommunalen Zusammenarbeit in der Forcierung der Wasserstofftechnologie für industrielle, Mobilitäts- und energietechnischen Anwendungen. Als konkrete weitere Schritte wurden die Gewinnung von Unternehmen für die Erzeugung erneuerbarer Energien in der Region sowie die Akquise von Partnern aus Wissenschaft und Technologie vereinbart. Mit diesen Partnern soll dann eine gemeinsame Wasserstoffstrategie erarbeitet werden, die als Grundlage für weitere (Kommunal-)Projekte dienen, sowie ein interkommunales Innovationszentrum „Grüne Mobilität“ etabliert werden. Wünsche und Ansprüche der Bürgermeister sind die Autarkie der Kommunen von internationalen Energieabhängigkeiten, die Möglichkeit die Bevölkerung an kommunalen Energievorhaben zu beteiligen sowie die Sicherung der prosperierenden Wirtschaftsstandorte der Regionen.

Unterstützung vom Wirtschaftsministerium in Aussicht gestellt

Wirtschaftsminister Steinbach zeigte sich von den Plänen begeistert und sicherte die Möglichkeit der ideellen und finanziellen Unterstützung des Ministeriums zu. Ab dem vierten Quartal 2023 sollen 108 Mio. Euro im Land Brandenburg für Wasserstoffprojekte zur Verfügung gestellt werden. Zudem sprach er eine Einladung für den ersten deutschen Wasserstofftag im Land Brandenburg am 17. November 2023 aus. Dort sollen alle großen Wasserstoff-Projekte zusammenkommen, um die Strategie des Landes untereinander abzustimmen, entsprechende Netzwerke aufzubauen und vorhandene Potentiale zu bündeln.