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Kommunen bündeln Kräfte für die Anhalter Bahn

Freitag, 12.06.2026

Neue Kommunale Arbeitsgemeinschaft setzt sich für viergleisigen Ausbau und bessere Schienenanbindung der Region ein

Mit der Gründung einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft "KAG – Ausbau Anhalter Bahn“ haben sechs Kommunen entlang der Anhalter Bahn einen weiteren wichtigen Schritt für die Zukunft der regionalen Schieneninfrastruktur unternommen. Am 26. Mai 2026 unterzeichneten Vertreter der Stadt Trebbin, der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, der Stadt Luckenwalde, der Stadt Jüterbog sowie der Stadt Ludwigsfelde im Rathaus Ludwigsfelde die Vereinbarung zur Gründung der KAG Anhalter Bahn.

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, die Interessen der Kommunen entlang der Bahnstrecke künftig gemeinsam und mit einer starken Stimme gegenüber Bund, Land, der Deutschen Bahn und weiteren Akteuren zu vertreten. Im Mittelpunkt steht dabei der durchgängige viergleisige Ausbau der Anhalter Bahn, der als zentrale Voraussetzung für eine leistungsfähige und zukunftsfähige Mobilitätsachse zwischen Berlin und dem südlichen Brandenburg angesehen wird.

Der Zusammenschluss ist das Ergebnis eines mehrjährigen Abstimmungsprozesses. Bereits seit 2023 wurde das Thema im Rahmen von Anhalter-Bahn-Konferenzen, Workshops und Gesprächen mit Fachakteuren intensiv diskutiert. Mit der Verabschiedung der gemeinsamen „Erklärung Anhalter Bahn“ im Januar 2025 bekannten sich die beteiligten Kommunen erstmals öffentlich zu ihren gemeinsamen Zielen. Die Gründung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft stellt nun den nächsten konsequenten Schritt dar.

Neben dem viergleisigen Ausbau wird sich die KAG künftig mit einer Vielzahl weiterer Themen befassen. Dazu gehören die Verbesserung der Taktfrequenzen, der Ausbau barrierefreier Bahnhöfe, wirksame Lärmschutzmaßnahmen sowie die Entwicklung attraktiver Bahnhofsumfelder. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kommunen, den Berliner Bezirken und weiteren Partnern gestärkt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit. Die KAG möchte die Bevölkerung über geplante Entwicklungen informieren, die Bedeutung der Anhalter Bahn für die Region sichtbar machen und die Anliegen der Kommunen auf Landes- und Bundesebene vertreten.

Darüber hinaus wird die Arbeitsgemeinschaft die Entwicklung des Bahnverkehrs entlang der Strecke beobachten und analysieren. Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung des Fernverkehrs, die Pünktlichkeit der Verbindungen sowie der Ausbauzustand der Bahnhöfe und ihrer Umfeldbereiche.

In den kommenden Monaten wird die KAG ihre Arbeitsstrukturen weiter aufbauen und konkrete Projekte priorisieren. Die erste Sitzung der Vollversammlung ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.