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„Was Ludwigsfelde erinnert“

Mittwoch, 10.12.2025

Grundstein für neue Zusammenarbeit in der Erinnerungskultur

Beim Museumsabend "Was Ludwigsfelde erinnert" kamen Mitte November Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, Stadtverordnete und verschiedene, städtische Akteure Ludwigsfelder Erinnerungsarbeit zusammen. Ziel der Veranstaltung war eine gemeinsame Bestandsaufnahme der Ludwigsfelder Erinnerungskultur und das Sammeln erster Ideen für eine künftige Zusammenarbeit.

Die Veranstaltung wurde von Paul Niepalla, Erster Beigeordneter der Stadt Ludwigsfelde, Monika von der Lippe, Fachbereichsleiterin für Soziales, Familie, Sport und Kultur, und Museumsleiter Daniel Heimbach eröffnet. Sie betonten die Notwendigkeit, die Erinnerungskultur strukturiert weiterzuentwickeln, die Öffentlichkeit stärker einzubinden und externe Expertise einzubeziehen. Zudem stellten sie das Eckpunktepapier Erinnerungskultur aus dem Jahr 2021 vor und verständigten sich auf den Beginn eines offenen Arbeitsprozesses mit möglichen neuen, partizipativen Formaten.

Im Anschluss stellten Vertreterinnen von Geschichtsvereinen, Initiativen, politischen Gremien und kulturellen Einrichtungen ihre laufenden Projekte und Anliegen vor. Genannt wurden unter anderem die Pflege und Sichtbarmachung historischer Orte in den Ortsteilen, die Weiterführung der Industriegeschichte in Kooperation mit Unternehmen wie Mercedes-Benz, die Vermittlung von Themen zur NS-Zeit mit Schwerpunkt Zwangsarbeit, Fragen zu Migration und DDR-Geschichte sowie ein Ausbau der Zusammenarbeit zwischen dem Stadt- und Technikmuseum und weiteren Einrichtungen. Auch der Bedarf an einer verstärkten schulischen Vermittlung und einer verlässlichen Quellenarbeit wurde hervorgehoben.

In drei thematischen Gesprächsgruppen wurden anschließend zentrale historische Epochen vertieft. Für die Zeit vor 1933 wurde eine stärkere touristische Sichtbarmachung historischer Orte und der Wunsch nach langlebigen Informationsmedien geäußert. Die Gruppe zur Zeit von 1933 bis 1945 verwies auf eine oft unvollständige Quellenlage, den Bedarf an gemeinsamen Standards und die Idee einer Karte zu NS-Orten sowie möglichen Rundwegen. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung des Waldfriedhofs. Die Gruppe zur Zeit ab 1945 legte den Fokus auf Migration, Industriekultur und die DDR-Zeit. Hier spielten eine multiperspektivische Aufarbeitung, die Rolle des IFA-Werks und eine stärkere schulische Vermittlung eine zentrale Rolle.

Zum Abschluss verständigten sich die Teilnehmenden auf weitere Schritte. Dazu gehören die Aktualisierung des Eckpunktepapiers, die Umsetzung kleiner, gut realisierbarer Maßnahmen, eine engere Vernetzung der Akteurinnen und Akteure sowie der Aufbau regelmäßiger Austauschformate.