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Das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow ist ein zentraler Anker der wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Mit 218 Betten, 20 Tagesklinikplätzen, einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), Ärztehaus und Notarztstandort werden jährlich mehr als 7.000 stationäre und 17.000 ambulante Patientinnen und Patienten versorgt.
Auch in Zukunft will das Haus eine verlässliche und leistungsstarke medizinische Versorgung sicherstellen. Dazu verfolgt das Krankenhaus einen ambitionierten Entwicklungsplan für 2025. Neben einer Erweiterung der Geriatrie und der pädiatrischen Tagesklinik, die bereits umgesetzt wurde, befindet sich auch das IMC, das Intensivmedizinische Zentrum, im Ausbau. Auch die Endoprothetik und die Wirbelsäulenchirurgie sollen ausgebaut und die Endoskopie räumlich verlegt werden. Ergänzend setzt das Krankenhaus auf verstärkte Maßnahmen im Bereich Pflegepersonalgewinnung, regelmäßige Patienten- und Zuweiserveranstaltungen sowie eine erhöhte Sichtbarkeit in der Region.
Vergangenen Donnerstag besuchte Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller auf Einladung von Bürgermeister Andreas Igel das Evangelische Krankenhaus. Einer einleitenden Präsentation von Geschäftsführer Dr. Ottmar Schmidt folgten ein angeregter Austausch und ein Rundgang durch die Einrichtung. Dabei wurde deutlich: Das Krankenhaus stellt sich aktiv den Herausforderungen der bundesweiten Krankenhausreform, die am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist, und entwickelt gleichzeitig klare Perspektiven für die kommenden Jahre.
Ministerin Müller betonte: „Die Krankenhausreform bedeutet für viele Häuser große Veränderungen – sie eröffnet Chancen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde zeigt eindrucksvoll, wie man diese Aufgabe annehmen kann. Es geht mit einer klugen Balance zwischen ambulanter und stationärer Versorgung in die Zukunft. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das: kurze Wege, schnelle Hilfe und die Sicherheit, auch künftig bestmöglich versorgt zu sein.“
Auch Geschäftsführer Dr. Ottmar Schmidt blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Krankenhausreform nehmen wir gern an und stellen das Haus darauf ein. Nach umfangreichen Investitionen in Infrastruktur und Medizintechnik in den vergangenen Jahren (…) haben wir beste Voraussetzungen, und auch personell sind wir sehr gut aufgestellt. Das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow ist und bleibt ein wichtiger Anker der Gesundheitsversorgung (…).“
Für die Stadt Ludwigsfelde ist die Weiterentwicklung des Hauses von zentraler Bedeutung. Die Bevölkerung wächst massiv, insbesondere durch den Zuzug junger Familien. Die Zahl der Kinder unter 15 Jahren steigt rasant – eine Zielgruppe, die einen speziellen Versorgungsbedarf zeigt. Bürgermeister Andreas Igel sieht darin eine klare Aufgabe: „Unsere Stadt braucht eine verlässliche und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung, die mit dem Wachstum und den damit einhergehenden Anforderungen mithalten kann.“ Mit Blick auf die Fachkräftesicherung verwies er zudem auf geplante Maßnahmen wie ein Auszubildendenwohnheim und die Idee, die neue Oberschule in Ludwigsfelde mit einer sozialen Ausrichtung zu gestalten, um Pflegeberufe stärker in den Fokus zu rücken.
Auch der kaufmännische Vorstand des Diakonissenhauses Teltow, Prof. h.c. Hans-Ulrich Schmidt, unterstrich die Bedeutung des Standorts. Ziel sei es, das Evangelische Krankenhaus als leistungsfähiges Krankenhaus langfristig zu sichern. „Das Einzugsgebiet hat einen klaren Bedarf an einer starken Versorgung“, so Hans-Ulrich Schmidt. Die anstehenden Veränderungen würden in engem Dialog angegangen, gleichzeitig bekannte er sich klar zum Standort Ludwigsfelde und zeigte er sich zuversichtlich, das Haus wirtschaftlich konsolidieren zu können.
Das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow ist und bleibt ein zentraler Pfeiler der regionalen Gesundheitsversorgung. Zusammen mit der Stadt Ludwigsfelde und dem Land Brandenburg arbeitet es daran, die Reformen erfolgreich umzusetzen und die Versorgung langfristig auf ein stabiles Fundament zu stellen.