ludwigsfelde
13°
Klarer Himmel
48% Luftfeuchtigkeit
Wind: 4m/s N
MAX C 14 • MIN C 10
4°
MI
6°
DO
7°
FR
7°
SA
5°
SO
Wetter von OpenWeatherMap
Öffnungszeiten Bürgerservice
Montag
geschlossen
Dienstag
09:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch
09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag
09:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 18:00 Uhr
Freitag
09:00 – 12:00 Uhr

Jeden 1. und 3. Samstag
von 09:00 – 13:00 Uhr
Kontaktdaten
Rathausstraße 3

270.000 Stunden Musik und kunstvolles Gestalten

Mittwoch, 06.10.2021

Musik- und Kunstschule der Stadt Ludwigsfelde feiert 30-jähriges Jubiläum

Zweihundertsiebzigtausend Stunden – dahinter verbirgt sich die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte der Ludwigsfelder Musik- und Kunstschule, die nun ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. Mit nur vier Lehrkräften und 320 Schülerinnen und Schülern startete die Musikschule am 1. Oktober 1991 in den Fächern Musikalische Früherziehung/Grundausbildung, Klavier, Konzertgitarre, Keyboard, Gesang und Chor in den Unterricht. Nun, 30 Jahre später hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler an der Musik- und Kunstschule im Klubhaus der Stadt mehr als verdoppelt.

„Die Anfangszeit, kurz nach der Wende, war von der Schließung vieler Kultureinrichtungen gekennzeichnet. In Ludwigsfelde fanden sich glücklicherweise Initiatoren, Stadtverordnete und Musikenthusiasten, die mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kultur des Landes Brandenburgs eine reine Musikschule für Ludwigsfelde auf den Weg brachten“, erinnert sich Musikschulleiter Tino Flörke zurück.

Die erste offizielle Anerkennung erfuhr die Musikschule mit der Aufnahme in den Bundesverband deutscher Musikschulen, was eine gleichzeitige Mitgliedschaft im Landesverband der Musikschulen des Landes Brandenburg bedeutete.

Von Jahr zu Jahr erweiterte sich das Unterrichtsangebot. Der Fächerkanon wuchs, die Schülerzahlen stiegen und es wurden weitere Lehrkräfte gebunden. Alle diese positiven Entwicklungen konnten mit dem darüber hinaus wachsenden Bedarf an Musikunterricht nicht mithalten. Es entstand eine Warteliste auf Unterrichtsplätze, die die Musik- und Kunstschule, trotz aller Bemühungen von Seiten des Trägers, der Stadt Ludwigsfelde, des Landes Brandenburg und des Fördervereins, (der sich übrigens bereits eineinhalb Jahre nach Eröffnung der Schule gründete und 2023 sein „30-Jähriges“ begeht), bis heute begleitet.

Seit 2001, und über zwischenzeitlich mehrere Anerkennungsverfahren hinweg, trägt die Musikschule den Titel „Anerkannte Musikschule des Landes Brandenburg, was darauf hinweist, dass sie mit ihrem Ausbildungsprofil und Fächerangebot, sowie der Leistungsüberprüfung in Form von Prüfungen die strengen Kriterien des Brandenburger Musik- und Kunstschulgesetzes erfüllt. Besonderes Merkmal sind hierbei u.a. Unterrichtsangebote für Menschen mit Behinderung.

Zudem nutzen viele Schülerinnen und Schüler ihren Unterricht, aber auch die Möglichkeiten der Talentförderung und der studienvorbereitenden Ausbildung als Sprungbrett in die Berufsausbildung und werden bzw. wurden beispielsweise selbst Musiklehrkräfte.

Kooperationen mit Kitas, Schulen und anderen (Bildungs-) Einrichtungen setzen nicht nur musikalische und künstlerische Akzente, sondern spiegeln auch die Attraktivität als Kooperationspartner wider. Längst können kapazitätsbedingt nicht alle diesbezüglichen Anfragen realisiert werden.

„Die zahlreichen Auftritte und Veranstaltungen der Musikschülerinnen und Musikschüler sind fester Bestandteil der Kulturlandschaft in und um Ludwigsfelde und die regelmäßigen Teilnahmen an Wettbewerben und den Brandenburger Musikfestivals „Sound City“ tragen ihren guten Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus“, erklärt Tino Flörke stolz.

Im Zuge der Umwandlung des Landesverbandes zu einem Verband der Brandenburger Musik- und Kunstschulen und ermutigt durch die Präsentation eines schlüssigen Konzeptes für eine Musikschule mit Kunstbereich in der Stadt Ludwigsfelde, wurde im Juni 2013, durch die Stadtverordnetenversammlung der Beschluss gefasst, die Musikschule in Musik- und Kunstschule der Stadt Ludwigsfelde umzubenennen.

„Damit erhielt der Kunstbereich, der mit den ersten Angeboten bereits 2003 startete, endlich die Aufwertung, die er längst verdient hatte. Denn auch hier gab es inzwischen Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer Ausbildung im Bereich bildende Kunst, in Grafik- und Designe-Berufe starteten. Auch unsere Abteilung darstellende Kunst hat schon den/die ein oder andere/n Schauspielstudenten/in hervorgebracht“, so Flörke. Regelmäßige Ausstellungen und Theateraufführungen seien der Beweis dafür, dass die Entscheidung der Stadtverordneten, 2013, richtig und weitsichtig war.

Auch wenn eine Feier im großen Stil aktuell nicht möglich ist, bleibt Musikschulleiter Tino Flörke optimistisch und freut sich auf die Zukunft. „Das alles ist sicherlich Grund genug, unser Jubiläum mit unseren Schülern, Eltern, Lehrkräften, Förderern und Partnern, zu feiern. Irgendwann wird das auch wieder möglich sein. Bis dahin machen wir das, was wir am besten können: 650 Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren ermutigen, sich ihrer musikalischen und/oder künstlerischen Leidenschaft hinzugeben und sie dabei fachkundig anzuleiten und zu unterstützen.“