- Rathaus & Bürgerservice
- Medien, Kultur & Neuigkeiten
- Stadt, Umland & Tourismus
- Leben & Wohnen in Lu
- Wirtschaft & Gewerbe
Nach aktuellen Prognosen der Stadt Ludwigsfelde zur Einwohnerentwicklung ist davon auszugehen, dass Ludwigsfelde bis zum Schuljahr 2024/25 insgesamt 30 zusätzliche Klassenräume benötigt, um allen Kindern der Stadt einen Schulplatz bieten zu können. Die Stadtverwaltung hat daher eine Machbarkeitsstudie zu den baulichen Entwicklungsmöglichkeiten der Ludwigsfelder Schullandschaft in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse am 23. Juni 2020 von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt werden soll. Die Baukosten für die Gesamtumsetzung belaufen sich aktuell auf rund 84 Millionen Euro. In die Planungen wurde dabei auch der Neubau von Sporthallen und Stellplatzanlagen einbezogen.
Im Gebäude der Kleeblatt-Grundschule lernen aktuell rund 540 Kinder in insgesamt 18 Klassen. Zusätzlich zum Schulunterricht gibt es im ehemaligen Trakt der Realschule ein umfangreiches Hortangebot. Die kleine Sporthalle auf dem Gelände wurde Anfang der 2000er Jahre renoviert, ist jedoch nach rund zwei Jahrzehnten deutlich in die Jahre gekommen.
Mitte der 2000er Jahre wurden die Fassade des Schulgebäudes energetisch saniert und die Fenster erneuert. Zusätzlich wurde der Pausenhof und das Spielgelände für den Hort neugestaltet. Die Struktur des Gebäudes mit Durchgangsräumen und die allgemeinen Raumgrößen entsprechen nicht den aktuell geltenden Richtlinien. Zudem sind im Schulgebäude Anforderungen des Brandschutzes umzusetzen.
Primäres Ziel der Erweiterung dieses Standortes ist die Errichtung eines zusätzlichen Schulgebäudes, in dem jeweils drei Klassen pro Jahrgang (in Summe maximal 18 Klassen) unterrichtet werden können. Der genaue Standort dieser Schule sowie der einer neuen Drei-Feld-Sporthalle mit Tribünenbereich soll dabei möglichst innerhalb der rotmarkierten Fläche liegen. Eine genaue Feinplanung des Areals liegt aktuell noch nicht vor.
Ziel der Planungen ist es aber auch, Eingriffe in Bestandsbauten so weit wie möglich zu verhindern. Auf der anderen Seite ist ein Neubau in direkter Nähe zum aktuellen Schulgebäude mit einer dauerhaften Lärmbelästigung über mehrere Schuljahre für die Schüler und Lehrer verbunden. Aufgrund der sehr angespannten Parkplatzsituation im Umfeld der Schule soll in dem Bereich der Garagenkomplexe nur eingegriffen werden, wenn sich die Umsetzung der Gesamtmaßnahme nicht anders realisieren lässt.
Nachdem die geplanten Grundschulen an den Standorten der Kleeblatt-Grundschule und an der Gesamtschule errichtet wurden und die ersten Klassen dort unterrichtet werden, soll das dann ehemalige Schulgebäude der Kleeblatt-Grundschule umfangreich saniert werden. Im Zuge der Arbeiten ist auf dem Gelände die Errichtung einer Schulmensa/Aula geplant. Die kleine Turnhalle wird innerhalb der Umbaumaßnahme ebenfalls saniert.
Durch das aus der Machbarkeitsstudie hervorgehende Schulbauprogramm entstehen auch zusätzliche Möglichkeiten für den Freizeit- und Breitensport in Ludwigsfelde. Der Bau der Sportstätten bildet so eine gute Grundlage für das dringend weiterzuentwickelnde Sportstättenentwicklungskonzept.
Fazit: Für den Schulkomplex am Anton-Saefkow-Ring ist der endgültige Standort für den Neubau der Grundschule als auch der Standort für die Drei-Feld-Sporthalle mit Mehrzweckraum und kleiner Tribüne noch genau festzulegen. Fest steht, dass dieser Standort für den zukünftigen Ausbau ein sehr hohes Entwicklungspotential bietet.
In einer fünfteiligen Serie möchte die Stadt Ludwigsfelde die Teilergebnisse der Machbarkeitsstudie vorstellen. Dabei werden die Ergebnisse der untersuchten Schulstandorte vorgestellt und erläutert, warum sich die Schulstandorte der Kleeblattgrundschule sowie der Gottlieb-Daimler-Oberschule für die Erweiterungen besonders eignen.