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Nach aktuellen Prognosen der Stadt Ludwigsfelde zur Einwohnerentwicklung ist davon auszugehen, dass Ludwigsfelde bis zum Schuljahr 2024/25 insgesamt 30 zusätzliche Klassenräume benötigt, um allen Kindern der Stadt einen Schulplatz bieten zu können. Die Stadtverwaltung hat daher eine Machbarkeitsstudie zu den baulichen Entwicklungsmöglichkeiten der Ludwigsfelder Schullandschaft in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse von der Stadtverordnetenversammlung im Juni bestätigt wurden.
Die Baukosten für die Gesamtumsetzung belaufen sich aktuell auf rund 84 Millionen Euro. In die Planungen wurde dabei auch der Neubau von Sporthallen und Stellplatzanlagen einbezogen.
Die Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Lernen" wird derzeit durch den Landkreis Teltow-Fläming als einzügige Förderschule und zum Teil auch durch den Landkreis selbst genutzt. Die letzte Sanierung des Gebäudes fand im Jahr 2008 statt, weshalb es sich in einem guten baulichen Gesamtzustand befindet.
Nach derzeitigen Vorgaben des Bildungsministeriums sind die Klassenräume des Schulgebäudes für eine durchschnittliche Klassengröße von 26 Schülern zu klein. Turnhalle, Speiseraum und Küchenbereich entsprechen dabei ebenfalls nicht der benötigten räumlichen Größe, um mindestens drei Klassen pro Jahrgang (Dreizügigkeit) zu beschulen. Darüber hinaus sind keine Sportfreiflächen sowie Flächen für Horträume oder integrierter Tagesbetreuung vorhanden.
Um den Standort an der Salvador-Allende-Straße optimal nutzen zu können, wäre es notwendig, auf dem Gelände ein zusätzliches Schulgebäude zu errichten, sowie das Bestandsgebäude zu erweitern. Außerdem müsste eine neue und größere Turnhalle gebaut werden.
Das für die Machbarkeitsstudie beauftragte Büro Focke Architekten hat entsprechend der Anforderungen an den Standort insgesamt fünf verschiedene Szenarien entworfen und entsprechend bewertet.
Problematisch ist bei allen Szenarien die Klärung der Eigentumsverhältnisse für erforderliche Grundstückszufahrten. Zudem liegt die Fläche in einem dicht bebauten Wohnumfeld und durch den Bau der Erweiterungen würde viel Grünfläche versiegelt werden. Auch die lange Bauzeit, bedingt durch die gleichzeitige Nutzung der Förderschule ist sehr nachteilig.
Aus Gründen der zu klärenden Eigentumsverhältnisse, schwieriger Zufahrtsmöglichkeiten und des zeitlichen Drucks wurde dieser Erweiterungsstandort nicht weiter in Betracht gezogen und bleibt von Um- und Ausbaumaßnahmen unberührt.
In einer fünfteiligen Serie möchte die Stadt Ludwigsfelde die Teilergebnisse der Machbarkeitsstudie vorstellen. Dabei werden die Ergebnisse der untersuchten Schulstandorte vorgestellt und erläutert, warum sich die Schulstandorte der Kleeblattgrundschule sowie der Gottlieb-Daimler-Oberschule für die Erweiterungen besonders eignen.