"Wir treffen uns und reden ein bisschen Benzin", so kündigte Harald Täger, Hauptgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Motorsport Verbandes (ADMV), die Benzigespräche an, die eine neue Ausstellung im Stadt- und Technikmuseum begleiten sollen. Die Sonderausstellung wurde am vergangenen Freitag im Museum eröffnet und zeigt anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des ADMV sechs Jahrzehnte Motorsport.
Gezeigt werden bis Ende Februar unter anderem originale Rennmotorräder, Rennautos und Rennboote sowie Plakate, Urkunden und Medaillen.
Zur Eröffnung kamen ehemalige und auch aktive Rennfahrer, Zeitzeugen und andere Motorsportbegeisterte. Mitglieder vom Verein der Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde hatten mit Museumsmitarbeiten die Ausstellung in den vergangenen Wochen vorbereitet. So ist die Straßenrennmaschine Marke Eigenbau von Uli Troch aus Luckenwalde zu sehen, der er noch immer am Start ist.
Der Ludwigsfelder Dieter Teßmann stellte für die Ausstellung zwei MZ zur Verfügung, mit denen er viele Straßenrennen gefahren ist. "Die schönste Zeit war eigentlich die Schrauberei, das ganze Zeug besorgen und nach Feierabend zusammen mit Gleichgesinnten an den Maschinen bauen", erinnert sich Teßmann. Wie ihn hat auch viele andere der Motorsport nie richtig losgelassen. Und so war die Ausstellungseröffnung auch für andere Motorsportler eine gute Gelegenheit, Erinnerungen und Erfahrungen auszutauschen.
Text: Marina Ujlaki