612 Einsätze, 592 Mitglieder, ein starkes Ehrenamt
Freiwillige Feuerwehr Ludwigsfelde zieht Bilanz
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612 Einsätze, 592 Mitglieder, ein starkes Ehrenamt
Freiwillige Feuerwehr Ludwigsfelde zieht Bilanz
Mehr als 200 Kameradinnen und Kameraden kamen zur Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsfelde zusammen – ein eindrucksvolles Zeichen für den Zusammenhalt und die Bedeutung des Ehrenamtes in unserer Stadt. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Feuerwehr und Wirtschaft, darunter Bürgermeister Andreas Igel und Kreisbrandmeister Silvio Kahle, blickte Stadtwehrführer Patrice Fischer auf ein intensives Jahr zurück. Nach dem feierlichen Einmarsch der Traditionsfahnen wurde in einer Gedenkminute der im Jahr 2025 verstorbenen Kameraden gedacht – ein stiller Moment des Respekts und der Verbundenheit.
Fischer machte deutlich, welche Kraft in der Gemeinschaft steckt: 592 Mitglieder zählt die Feuerwehr aktuell, davon 314 in der Einsatzabteilung, 171 in der Jugendfeuerwehr und 107 in der Alters- und Ehrenabteilung. Zahlen, die zeigen, wie breit und generationenübergreifend das Engagement in Ludwigsfelde getragen wird.
Im Durchschnitt war die Freiwillige Feuerwehr 12 mal pro Woche im Einsatz: insgesamt 612 Einsätze forderten die Kameradinnen und Kameraden 2025 – 181 Brände und 431 Hilfeleistungen. Damit setzt sich der steigende Trend der vergangenen Jahre fort.
Die Einsatzschwerpunkte liegen dabei in der Kernstadt und auf der Bundesautobahn 10 zwischen Dreieck Nuthetal und Anschlussstelle Rangsdorf. „Diese Einsätze sind oft zeitkritisch, körperlich fordernd und emotional belastend“, so Fischer. Umso wichtiger sei es, das Ehrenamt zu stärken und zugleich gezielt hauptamtliche Strukturen auszubauen – nach dem Leitgedanken: „So viel Hauptamt wie nötig – so viel Ehrenamt wie möglich.“
Dass Ludwigsfelde auch bei Zukunftsthemen vorne mitdenkt, zeigte die Beteiligung am Projekt „Peelikan“ im Rahmen von „Feuerwehr der Zukunft“. Die Harald Müller Metall Sonderfertigung GmbH präsentierte innovative Ansätze zum Einsatz moderner Löschdrohnen – ein spannender Ausblick auf neue Wege in der Gefahrenabwehr.
Neben dem Rückblick standen Anerkennung und Dank im Mittelpunkt. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden wurden für langjährige Treue geehrt, 60 Beförderungen ausgesprochen. Die Feuerwehrehrenspange der Stadt Ludwigsfelde in Gold erhielten Werner Fank und Michael Hötzel – stellvertretend für viele, die über Jahrzehnte Verantwortung übernommen haben. Bürgermeister Andreas Igel würdigte den „unermüdlichen Dienst am Gemeinwohl“ und sprach der Wehr höchsten Respekt aus.
Für einen feierlichen Rahmen sorgte das Akkordeon-Orchester „Air-Balance“ der Musik- und Kunstschule Ludwigsfelde unter Leitung von Andreas Petschke. Die musikalische Begleitung verlieh der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre und unterstrich den gemeinschaftlichen Charakter des Abends.
Zum Abschluss fand Stadtwehrführer Patrice Fischer eindringliche Worte, die weit über den Abend hinaus wirken: „Wir sind bereit bereit, Verantwortung zu übernehmen – ohne Zögern, ohne Wenn und Aber. Bereit für jedes Feuer. Bereit für jede Herausforderung. Bereit für jeden Menschen, der unsere Hilfe braucht. Dafür stehen wir. Dafür gehen wir gemeinsam. Heute, morgen und in Zukunft.“
Ein starkes Bekenntnis – und ein deutliches Zeichen, wie unverzichtbar das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr für Ludwigsfelde ist.