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Willkommen und Abschied

Samstag, 16.05.2020

Dankeschön an die „Brunnenbuchhändler“ und viel Glück dem neuen Team

„Das Alte hast du: hier das Neue. Dem Neuen die Liebe, dem Alten die Treue. So stehe von nichts geschieden, getrennt, fortan auf doppeltem Fundament.“

Theodor Fontane

Mit diesem wunderschönen Zitat verabschiedeten sich unsere „Brunnenbuchhändler“ Sabine und Michael Marx und Hannelore Schmitz im März von ihren Kunden – den Bücherwürmern und Leseratten der Stadt. Es fiel ihnen nicht leicht (nicht nur, weil wegen des Corona-Virus die Menschen verunsichert waren, die Buchhandlung geschlossen werden musste und die geplante persönliche Verabschiedung entfallen musste). Da war auch die lange Zeit – 29 Jahre mit Höhen und Tiefen und vielen besonderen Momenten für Buchhändler*innen und Leser*innen.

Da waren 14 000 Pixi-Bücher (fast jedes Kind liebt Pixis), 498 mal Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“, 1300 Stück von „Ludwigsfelde – Geschichte in Bildern“ (1 und 2), 300 bis 400 Exemplare jedes Harry Potter- Bandes (nicht zu vergessen die einzigartigen Potter-Partys, wenn ein neuer Band herauskam) und – alljährlich – 20 Tonnen Schulbücher.

Wir erinnern uns an legendäre Lesungen mit Autoren-, Schauspiel-, Politik- und anderen Größen von Dieter Moor und Horst Evers, Hans-Georg Stengel, Wladimir Kaminer, Wieprecht und Skuppin über Kurt Böwe und Carmen Maja Antoni bis hin zu Gregor Gysi, Mark Beneke und Professor Michael Tsokos. Wie viele Hunderte von Schülern strömten zur Buchhandlung oder ins Klubhaus, wenn es am „Welttag des Buches“ hieß „Ich schenk dir eine Geschichte“.

Die Brunnenbuchhändler standen vorn und entführten die Kinder mit Geschichten, Quiz und manchmal sogar Gesang („Hört ihr die Bücherwürmer husten“) in das wunderbare Reich des Lesens, wo aus Buchstaben ganze Länder und jede Menge Abenteuer entstehen, die man ohne Flugzeug (nur auf den Flügeln der Phantasie) auf dem eigenen Sofa oder auf der Wiese hinterm Haus bereisen und erleben kann.

Und aus den Kindern wurden oft gern und viel lesende Erwachsene, die froh waren gleich nebenan jemanden zu haben, der ihre Lesefreude teilte, sie beraten oder begleiten konnte auf der Suche nach dem nächsten Lese-Leckerbissen oder einem Geschenk. Ob online (natürlich gingen die Buchhändler mit der Zeit) oder im „Buchladen“ (wo es immer so gut nach frischem Papier duftet) – man fühlte sich gut beraten. Und nicht nur Bücher, sondern Spiele, Kalender, Lesezeichen und Buchhüllen usw. konnte man finden. Und sogar „Das kleine Glück“ und seine Freunde.

Das große Glück für die „alten Brunnenbuchhändler“ und die Ludwigsfelder Leser ist, dass „neue Brunnenbuchhändler“ gefunden wurden, denn was wäre unsere Stadt ohne ihre Buchhandlung. Es sind Angelika Siebrands und Julian Müller, die bereits in Berlin zwei Buchhandlungen führen und die Leidenschaft von Sabine und Michael Marx und Hannelore Schmitz teilen – die Liebe zum Buch weiterzugeben und die Brunnenbuchhandlung Ludwigsfelde erfolgreich weiterzuführen und zu entwickeln. Ihnen zur Seite stehen als vertraute Mitarbeiterinnen und sachkundige Beraterinnen Juliane Zick und Soana Standt.

Nun, da die Buchhandlung wieder öffnen darf (am 28. April traf man sich mit Masken zur offiziellen Übergabe) heißt es „Willkommen und Abschied“ und Dankeschön an Sabine und Michael Marx und Hannelore Schmitz – für Leidenschaft und Herzblut und anpacken („von nüscht kommt nüscht“ war stets eine ihrer Devisen) und träumen.

Und es heißt: Herzlich willkommen und alles Gute für die „Neuen“ Angelika Siebrands und Julian Müller. Viel Glück, viel Erfolg und immer geneigte Kunden, die viel Leselust mitbringen.  Ganz bestimmt werden auch die drei „Brunnenbuchhandlungs-Gründer*innen“ mal vorbeischauen, in Neuausgaben stöbern oder Veranstaltungskarten abholen. Denn daran hat sich nichts geändert – die Brunnenbuchhandlung sorgt nicht nur für Lesestoff, sondern auch für die Begegnung mit Autoren.

Zwei Lesungen sind für den Bücherherbst 2020 geplant:

Am 26. Oktober erwartet Sie die Buchpremiere von „7 Minuten am Tag – endlich gesünder leben“ von und mit Dr. Franziska Rubin, das am 2. November erscheint.

Der 17. November wird für alle Geschichts- und/oder Sportinteressierten spannend. Volker Kutscher (der Autor von „Babylon Berlin“) wird seinen neuen Roman vorstellen, dessen Thema die Olympischen Spiele 1936 sind und der am 26. Oktober herauskommt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr im Klubhaus und die Karten – die gibt’s ab 1. Juni in der Brunnenbuchhandlung, aber reservieren können Sie schon jetzt.

Also dann: anrufen, online bestellen oder – Maske auf und hin. M.R.