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Dienstag, 09.07.2019

Zweiter Stadtteilspaziergang in Lu-West - Über 30 Teilnehmer kamen aus allen Generationen

Trotz der Wärme waren am 21. Juni über 30 Ludwigsfelder – aus verschiedenen Generationen (die Jüngste war Sarah Feggeler, 18 Jahre, Stadtverordnete) unter ihnen auch weitere Kommunalpolitiker und Vertreter der Wohnungsgesellschaften – zum zweiten Stadtteilspaziergang mit dem Bürgermeister gekommen. Dieser wurde wieder vom Seniorenbeirat, unter Mitwirkung des Behindertenbeirates und mit Unterstützung der „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier“ des Landes Brandenburg vorbereitet.

Auf einem fast 2 km langen Kurs ging es, beginnend am Waldhaus, wieder durch Ludwigsfelde West – diesmal aber in die andere Richtung – über die Geschwister-Scholl-Straße, vorbei am Kaufland zur Skaterbahn und schließlich zurück bis zum Kieztreff.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Dr. Vera Paul erklärte zu Beginn, wie wichtig es sei, das Wohnen im eigenen Quartier zu verbessern, denn mit Blick auf Grundrente und Altersarmut werden in Zukunft immer mehr Senioren in ihrer eigenen Wohnung alt werden müssen – weil sie sich die Pflege in einer Einrichtung vielleicht gar nicht mehr leisten können.

Geachtet wurde diesmal besonders auf Probleme, die Blinde- und Sehbehinderte, aber auch Körperbehinderte betreffen können. Nicht markierte Bordsteine, Busfahrpläne, deren Schrift viel zu klein ist, aber auch fehlende Bänke und Papierkörbe wurden festgestellt und von den aufmerksamen Spaziergängern notiert. Dennoch fiel auch Schönes ins Auge – Blumen an den Straßen (Lavendelduft!) und viel Grün, u.a. Wiese und alte Bäume auf einem ehemaligen Spielplatz und ein altes, verblichenes Schachbrett in einem kleinen Park. Gleich kamen viele Ideen – das Schachbrett erneuern, ein „Mensch ärgere dich nicht“ oder ein „Mühle“ Brett dazu malen, große Spielsteine in einer abschließbaren Kiste (so wie das Buddelzeug am nahen Spielplatz) oder auch eine Boule-Anlage, wie sie in französischen Städten häufig zu finden ist.

Bürgermeister Andreas Igel könnte sich dort an der Geschwister-Scholl-Straße (wo früher einmal einige Zeit ein Wochenmarkt war) sogar ein altersgerechtes Wohnhaus vorstellen und die jüngste Teilnehmerin des Spaziergangs würde sich sogar ein Mehrgenerationenhaus dort wünschen.

Beim Stopp an der Skateranlage nahmen die Diskussionen einige Zeit in Anspruch, denn neben den Jugendlichen, die den Platz versuchen sauber zu halten, weil es ihr beliebter Freizeit-Treff ist (freies WLAN vorhanden), gibt es auch genug „Ferkel“ (ob junge oder ältere sei dahingestellt), die ihren Müll einfach in die Gegend schmeißen. Die Gespräche drehten sich um freie Jugendarbeit, aber auch fehlende Sitzgelegenheiten und demolierte Scheiben.

Der Weg durch das kleine Wäldchen und über die Erich-Weinert, Straße zum Kieztreff bot noch ausreichend Zeit zum Austausch. Dort wurden die Ideen, Probleme und Vorschläge zusammengetragen und notiert. Die Teilnehmer des Stadtteilspaziergangs konnten sich an einem kleinen Imbiss stärken, für den sie sich – ebenso wie für die Vorbereitung –  herzlich bedanken möchten. M.R.