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Schicht für Schicht

Dienstag, 26.04.2022

Jugendliche sammeln erste Erfahrungen rund ums Thema 3D-Druck in der Bibliothek

Einige Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder haben ihn schon neugierig bei uns betrachtet, manche haben ihn schon bei uns in Aktion gesehen: Den 3D-Drucker in der Stadtbibliothek Ludwigsfelde. Am vergangenen Freitag hatte die Stadtbibliothek interessierte Jugendliche zu Gast, die mehr über das Thema "3D-Druck" erfuhren und auch einmal selbst 3D-Modelle in der Bibliothek drucken konnten. Insgesamt sieben Jugendliche sind der Einladung gefolgt und haben unter der Leitung von Herrn Maik Thietke eine Einführung in das Thema bekommen.

Zuerst erfuhren die Jugendlichen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, ein 3D-Modell zu drucken, und dass es sich bei unserem 3D-Drucker um einen sogenannten FDM-Drucker handelt, der mit Filament arbeitet. Dieses Kunststoffmaterial wird als Faden in den Drucker geführt, dort erhitzt und flüssig auf die Druckplatte aufgetragen, wo es dann wieder abgekühlt und damit fest wird. Schicht für Schicht entsteht dadurch das 3D-Modell.

Es gibt verschiedene Filamente, die unterschiedliche Druckeigenschaften aufweisen. In der Stadtbibliothek kommt PLA zum Einsatz, das lebensmittelecht ist und aufgrund seiner Eigenschaften sehr einsteigerfreundlich ist. In der Weihnachtszeit sind damit bereits Plätzchenformen in der Stadtbibliothek entstanden.

Maik Thietke war es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es beim 3D-Druck keine Garantie gibt, dass jedes 3D-Modell sofort gelingen wird. "3D-Druck ist ein Hobby, bei dem man am Anfang einfach viel ausprobieren muss. Nicht jeder Druck wird auf Anhieb funktionieren, auch das gleiche Modell kann bei einem erneuten Druck plötzlich schiefgehen. Das ist aber nicht schlimm, denn mit jedem Druck sammelt man Erfahrung, und einfache Drucke gelingen in der Regel bereits mit den Grundeinstellungen", sagte er dazu.

Davon sollten sich die Jugendlichen dann auch einmal selbst überzeugen. Thietke zeigte ihnen, auf welchen Seiten im Internet man 3D-Modelle findet und wie man diese druckt. Als Beispiel wurde ein sitzender Hund genommen, der mit ungefähr 50 Minuten Druckzeit perfekt zum Einstieg geeignet war. Nachdem das Modell vorbereitet, auf eine SD-Karte gespeichert und auf den 3D-Drucker übertragen wurde, konnten die Jugendlichen zuschauen, wie der Hund nach und nach entsteht. "Man kann bereits das Fell erkennen", staunte ein Teilnehmer nach den ersten 20 bis 30 Schichten.

Während der Hund gedruckt wurde, konnten die Jugendlichen nun selbst aktiv werden. Begeistert suchten sie sich eigene Modelle aus und spielten mit den Druckeinstellungen herum. Am Ende speicherten sie ihre Modelle auf einen USB-Stick und wählten eine Farbe für ihren Druck aus.

Danach ging es zurück zum Hund, der inzwischen klar erkennbar und beinahe fertig war. "96%, 97%, 98%", las ein Teilnehmer auf der Anzeige des Druckers ab, bis auch die letzten Schichten des Modells gedruckt waren. Nachdem der Druck abgekühlt war, konnte die Druckplatte mit dem Modell aus dem Drucker genommen werden. Anschließend musste das Modell vorsichtig von dieser gelöst werden. Danach konnten sich die Jugendlichen den fertigen Hund in Ruhe anschauen.

Zum Schluss klärte Maik Thietke noch letzte Fragen der Jugendlichen und übergab ihnen jeweils ein vorab gedrucktes Modell einer Katze sowie eine Urkunde für die Teilnahme. Mit dieser Urkunde können die Teilnehmer später zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek ihr gedrucktes 3D-Modell abholen - immerhin dauert jedes Modell ungefähr 1 bis 2 Stunden.

Klingt interessant?

Auch interessiert an einer Einführung ins Thema 3D-Druck?

Die Stadtbibliothek Ludwigsfelde möchte weiteren interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, den 3D-Drucker kennenzulernen. Dafür planen wir aktuell, weitere Einführungskurse im August anzubieten.

Bei Interesse könnt ihr euch einfach schon jetzt zu den Öffnungszeiten bei uns melden und eure Kontaktdaten hinterlassen.