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Nur noch zehn Minuten bis zum nächsten Bahnhof

Donnerstag, 06.12.2018

Neuer Radweg verbindet Sputendorf und Struveshof auf kurzem Weg

Eigentlich werden neue Radwege eher in der Ausflugssaison eröffnet, um mehr Touristen in die Region zu locken. Doch die Freigabe des neuen Rad- und Wirtschaftsweges zwischen Stahnsdorfs Ortsteil Sputendorf und dem Ludwigsfelder Stadtteil Struveshof duldet keinen Aufschub bis zum nächsten Frühjahr. Auf den kurzen Weg zu den nächsten Einkaufsmärkten, zu Ärzten oder zur Regionalbahnlinie 22 haben die Sputendorfer mehr als vier Jahre sehnsüchtig gewartet. Jetzt sind es mit dem Rad oder dem E-Bike nur noch zehn Minuten bis zum Bahnhof Struveshof in Teltow-Fläming.

„Nice Day“ war auf der Schere eingraviert, mit der der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) gemeinsam mit Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) am Mittwochmittag das Band zur Freigabe der 1,7 Kilometer langen Verbindung durchschnitt. Für Igel hatte das etwas Symbolhaftes. „Heute ist ein schöner Tag. Wir eröffnen einen Weg, den Radfahrer, Skateboarder und Inliner ohne Gedränge und Gefahren nutzen können. In der kreisübergreifenden Zusammenarbeit war Stahnsdorf stets ein verlässlicher Partner“, sagte der SPD-Stadtchef. Ludwigsfelde habe nun die Chance, den Weg weiter in Richtung Fläming-Skate zu führen. Nur ein Anschlusstermin hinderte Igel daran, den neuen Radweg sofort komplett auszuprobieren. So setzte er sich nur mal kurz für die Pressefotografen aufs Rad. „Den Test hole ich aber sobald wie möglich nach“, versprach er.

Auch Stahnsdorfs Gemeindeoberhaupt Albers lobte die „tolle Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg“, die der Gemeinde und der Stadt besser gelinge als den jeweiligen Busgesellschaften. Demnächst gebe es eine durchgehende Radwegeverbindung von Zehlendorf zum Stahnsdorfer Hof in Stahnsdorf, entlang der geplanten L 77 neu nach Marggrafshof und weiter über Sputendorf nach Ludwigsfelde, kündigte Albers an. Lediglich zwischen Marggrafshof und Sputendorf müsse der Radweg noch ausgebaut werden. Mit mehr als 350 Unterschriften hatte der Vorschlag für den Radweg den dritten Platz im Stahnsdorfer Bürgerhaushalt 2015 erreicht. Er ist bislang das einzige Projekt, das vollständig umgesetzt wurde. Die Planung sowie die Baubegleitung hatte das Stahnsdorfer Ingenieurbüro Aqua-Plan von Jörn Blank übernommen. Nach dem ersten Spatenstich am 21. September dieses Jahres hatte die Michendorfer Baufirma Eurovia sofort mit den Arbeiten begonnen.

Die Bauabnahme erfolgte am 30. November. „Aufgrund des positiven Ausschreibungsergebnisses konnten wir sogar auf Wunsch des Ortsbeirates Sputendorf einen noch feineren, wenn auch teureren, Asphalt einbauen lassen als ursprünglich vorgesehen“, sagt Bürgermeister Albers.

Noch nicht endgültig mit den Verkehrsbehörden in Potsdam-Mittelmark sowie in Teltow-Fläming geklärt ist die künftige Beschilderung des Weges sowie der Einbau von Straßenpollern. Damit soll verhindert werden, dass Kraftfahrer mit ihren schweren Gefährten die Straße als Schleichweg benutzen.

Wir eröffnen einen Weg, den Radfahrer, Skateboarder und Inliner ohne Gedränge und Gefahren nutzen.

Quellen

Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2018, Märkische Allgemeine
Artikel: Heinz Helwig/MAZ
Bilder: Heinz Helwig, MAZ (2)