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Nein zu Gewalt an Frauen!

Donnerstag, 25.11.2021

Ludwigsfelder hissen Flagge am Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Es ist ein Tag, den es eigentlich gar nicht geben müsste, der trauriger Weise aber notwendig ist: Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen wurde am heutigen Donnerstag auch in Ludwigsfelde zelebriert. Zahlreiche Ludwigsfelder und Ludwigsfelderinnen machten vor dem Rathaus auf den Tag und das äußerst ernste Thema dahinter aufmerksam. Die Flagge, die anlässlich des heutigen Tages gehisst wurde, wird noch das gesamte Wochenende gut sichtbar vor dem Rathaus zu sehen sein.

"Für uns ist dieser Anti-Gewalt-Tag ein sehr wichtiger Tag. Er dient dazu, auf ein Thema aufmerksam zu machen, das leider viel zu oft noch tabuisiert wird. Scham und Angst spielen im Rahmen der Gewalterfahrung eine große Rolle. Es erfordert Mut, sich Unterstützung zu holen und zuzugeben, dass manchmal im Leben nicht alles perfekt läuft. Doch es lohnt sich, mutig zu sein!", erklärt eine Mitarbeiterin aus dem Frauenhaus.

"Es ist für mich selbstverständlich und ein wichtiges Zeichen nach Außen, diesen besonderen Tag durch Sichtbarkeit im Sinne aller Frauen und Mädchen zu unterstützen. Leider wissen wir, dass gerade die Corona-Pandemie ein großer Treiber von häuslicher Gewalt war und noch immer ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir Angebote für Schutzunterkünfte und Beratungen auch weiterhin finanziell unterstützen", positioniert sich Bürgermeister Andreas Igel mit Blick auf das Frauenhaus zu diesem Thema.

Auch Odette Moll, Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, unterstützt das am Vormittag gesetzte Signal und bietet selbst Hilfe an: "Für alle Betroffenen sagen wir laut und deutlich: Gewalt, in jeder Form, ist niemals und nirgendwo in Ordnung! Wir sind für dich da, wenn du uns brauchst, ob per Telefon, per Signal oder mit direktem Ansprechen."

Das Dunkelfeld der Partnerschaftsgewalt

Die europäische Grundrechteagentur (FRA) hat 2014 die Studie "Gewalt gegen Frauen. Eine EU-weite Erhebung" herausgegeben. Für diese Studie wurden damals in den 28 Mitgliedsstaaten rund 42.000 Frauen zwischen 18 und 74 Jahren zu ihren Erfahrungen mit Gewalt befragt. In Deutschland waren es 1534 Frauen. Rund jede dritte Frau gab an, mindestens einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt seit ihrem 16. Lebensjahr erlebt zu haben. (Quelle: BMFSFJ  Stand 10.11.2020)

Hintergrund

Der Gedenktag am 25. November geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Hilfeangebote

Hilfe erhalten betroffene Frauen unter den Telefonnummern 03378/51 29 39 und 03371/63 32 91. Beide Rufnummern sind 24h am Tag durch eine Mitarbeiterin des Frauenhauses Teltow-Fläming besetzt, sodass Frauen und deren Kinder in akuten Krisensituationen auch außerhalb der normalen Bürozeiten Hilfe und Aufnahme ins Frauenhaus finden.

Darüber hinaus sind die Krisen- und Beratungszentren Anlaufstelle für jede und jeden, der Beratung im Kontext Gewalt an Frauen und Kindern benötigt.  Das können Nachbarn sein, die hören, dass es nebenan knallt; aber auch besorgte Familienmitglieder, Freunde, Lehrer/innen etc. Die Krisen- und Beratungszentren sind ebenfalls unter vorbenannten Telefonnummern erreichbar.