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Kaffeeklatsch im April

Mittwoch, 31.03.2021

Carla und Gregor erzählen, wie der Kaffeeklatsch im April geplant war

Liebe Kaffeeklatsch-Gäste,

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…" 

Eigentlich war ja der Kaffeeklatsch für den April ganz unter dem Motto „Osterbräuche“ geplant. Wir wollten mit einer Floristin und mit und für Euch so manche Ideen für die heimische Osterdekoration ausprobieren. Für Eure musikalische Unterhaltung hatten wir eine Band in petto.

Da wir aber leider immer noch nicht zusammen feiern können, haben wir uns stattdessen mit dem Thema OSTERN auf andere Weise beschäftigt. Wir spazierten also kurz entschlossen vor Ostern in Siethens Wäldchen auf den Spuren von Johann Wolfgang von Goethe und holten uns Inspiration.

Uns begleitete Gabriele Felgentreu, die ehemalige Vorsitzende des Gemeindekirchenrats Siethen. Frau Felgentreu erzählte einiges über Hintergründe zu den christlichen Tagen in der Karwoche:

  • Es beginnt mit dem "Gründonnerstag". Wir erinnern, dass es in vielen Gegenden Brauch ist, am Gründonnerstag etwas Grünes zu essen. Hier kommt wieder Goethe ins Spiel, die grüne Soße war eine der Leibspeisen des Dichters. Seine Mutter war eine Meisterin in der Zubereitung des auch als "Frankfurter Grüne Soße" bezeichneten Rezepts. Immer wieder bat er sie, es für ihn zu kochen und ließ es dann mit der Postkutsche nach Weimar bringen.
  • Karfreitag, das KAR heißt "Elend und Trauer", der Tag ist seit dem 4. Jahrhundert ein Gedächtnistag - morgens auf dem Hügel Golgatha ans Kreuz genagelt, stirbt Jesus am Nachmittag um 15 Uhr - in vielen Gemeinden läuten um diese Uhrzeit die Glocken.
  • Karsamstag, Grabesruhe - erst am Abend nach Einbruch der Dämmerung beginnt die Ostermesse mit dem Entzünden der Kerzen, den Symbolen für Sonne und Leben und
  • Ostersonntag, Auferstehung - Licht bedeutet Leben, der Sieg des Lebens über den Tod, der Glaube an ein Leben nach dem Tod.

Und dann trafen wir Andrè Rohland, den Förster der Revierförsterei Nuthe. Er erklärte uns auf unserem Spaziergang noch einiges zum Schutz des Waldes: Auch wir als Moderatorenteam haben uns schon immer gefragt, was wir an Sträuchern, Büschen, Ästen für unseren Osterstrauß aus dem Wald mitnehmen dürfen. Wenn wir uns also mit dem Messer einige Zweige frischen Grüns abschneiden, dann bitte nur einen kleinen Handstrauß und keinesfalls die jungen Triebe. Und nun ab März beginnt auch die Schonzeit, jetzt kommt der Nachwuchs und die Tiere brauchen besonderen Schutz. Das bedeutet insbesondere, dass die Hunde (eigentlich wie immer im Wald) an der Leine geführt werden!

Und noch einen Hinweis bekamen wir für Euch auf den Weg: Wenn Ihr ein Wildschwein trefft, dann solltet Ihr Ruhe bewahren, dann die Hände hochnehmen und laut schreien, damit das Wildschwein sich erschreckt und verschwindet - sollte das nicht klappen, dann seht zu, dass Ihr auf einen Baum kommt oder Land gewinnt…

Mit einem letzten Blick ins erwachende Grün in unseren Wäldern grüßen wir Euch nun mit den letzten Zeilen von Goethes Oster-Gedicht:

Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

Auf ein baldiges Wiedersehen, passt auf Euch auf, bleibt gesund und genießt die Osterfeiertage!

Eurer Kaffeeklatsch-Team

Carla & Gregor