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Gedenken an Ende des Krieges im Schatten des Kriegs

Donnerstag, 12.05.2022

Bürgermeister, Stadtverordnete und Bürger legen Kranz und Blumen auf Friedhof nieder

Während am vergangenen Sonntag die Vögel auf dem Friedhof zwitscherten und nur vereinzelt von den vorüberfliegenden Passagierflugzeugen übertönt wurden, zwitschern nur wenige hundert Kilometer weiter vermutlich ebenfalls Vögel – Passierflugzeuge fliegen dort jedoch nicht. Dort, wo Menschen in Angst vor Raketen- und Luftangriffen der russischen Armee leben. Dort, wo ein Krieg herrscht, den wir noch vor Monaten für unmöglich hielten. Dort, wo Männer, Frauen und Kinder sterben. Dort, in der Ukraine. Und das an dem „Tag der Befreiung“ - einem Tag, der für die gesamte Welt von großer Bedeutung ist. 77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist der Krieg in der Ukraine zwar immer noch weit entfernt, doch die Folgen und die Angst sind mitten in Europa real und deutlich zu spüren.

„Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung muss uns bewusst sein, was es heißt, in Frieden zu leben, zu arbeiten und unser Leben in Freiheit gestalten zu können. Leider hat der Tag heute eine Ambivalenz, wie seit Jahren nicht mehr, weil wir feststellen müssen: Es ist wieder Krieg in Europa! Wir hätten uns das nicht vorstellen können, aber Krieg beginnt auch durch fehlende Toleranz. Toleranz, die wir auch in den letzten zwei Jahren wieder erlernen mussten, um in Frieden zusammenzuleben“, betonte Bürgermeister Andreas Igel im Anschluss an die offizielle Kranzniederlegung am Sonntag seine Wahrnehmung zu den gesellschaftlichen Spannungen während der Corona-Pandemie.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Stadtverordnete und Vereinsmitglieder taten es Bürgermeister Andreas Igel und Odette Moll, Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung gleich und legen am sowjetischen Ehrenmal auf dem Friedhof Ludwigsfelde Blumen nieder und gedachten dem Tag, der in Europa für viele Jahrzehnte Frieden und Diplomatie auf Augenhöhe garantierte.