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Aschermittwoch pur – Karneval-Kaffeeklatsch begeisterte

Sonntag, 10.03.2019

Senioren feierten, dass das Klubhaus wackelte

„Heute hau` n wir auf die Pauke…“ – ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr, ob dieser Schlager am 6. März von der Gruppe „Hautnah“ gesungen wurde. Aber eins ist sicher: genauso war die Stimmung beim Kaffeeklatsch-Karneval unter dem Motto „Aschermittwoch pur“. Der Klubhaussaal war bunt geschmückt und auf jedem Tisch standen Pfannkuchen-Teller. Die Gäste kamen im Kostüm oder mit Hütchen – vom grünen Zylinder bis zum Fascinator, der auch zu jeder königlichen Hochzeit gepasst hätte.

Den ersten „Schreck“ erlebten die Närrinnen und Narren, als statt Carla und Gregor plötzlich Carla und Antonia sie begrüßten. Antonia Lutz vertrat ihren Vater bravourös und senkte den Altersdurchschnitt im Saal gleich um mehrere Jahrzehnte. Die junge Auszubildende moderierte mit Witz und Charme an der Seite von Carla Karstädt, die bestens aufgelegt durch den Nachmittag führte. Bürgermeister Andreas Igel ließ es sich nicht nehmen, den Kaffeeklatsch-Karneval zu eröffnen und war froh, dass er statt „Wasser und Brot“ (na ja, Aschermittwoch) doch Kaffee und Pfannkuchen auf den Tischen vorfand. Wer im Laufe des Nachmittags hungrig oder durstig wurde, konnte sich an der Bar und bei den netten Servicekräften von EDEKA Specht Deftiges und Flüssiges bestellen.

Das Programm bis zum Höhepunkt der Feier, 18.18 Uhr als der Bürgermeister den Stadtschlüssel zurückforderte, ließ nichts zu wünschen übrig. Der zweite „Schreck“ allerdings traf das Kaffeeklatsch-Team: der erste Titel von „Hautnah“ erschallte und niemand kam auf die Tanzfläche. Sie blieb einfach leer! Das konnte der Stadtverordnete Peter Dunkel nicht hinnehmen. Kaum begann der zweite Titel, schnappte er sich Carla Karstädt und schwebte mit ihr gekonnt über das Parkett. Das zog – innerhalb einer Minute füllte sich die Fläche und leerte sich den ganzen Nachmittag über nur noch zu den Programmpunkten.

Die hatten es aber auch in sich. Zuerst stieg Helmut Zwanzig, Ludwigsfelder Karnevals-Urgestein in die Bütt und fragte: „Habt ihr alle was zu trinken? Es kann länger dauern ;-)… Den Zuhörern wurde die Zeit nicht lang, denn bei Helmut ging es um Musik, von damals bis heute, und er spielte auch selber auf – mit Flöte, Mundharmonika und Akkordeon. Schließlich gab es sogar, als Halbplayback, „Butterfly, my Butterfly“, extra für Carla Karstädt. Danach erfreute Jordis Leisner die Gäste mit einer fröhlichen Rede über die heutige Zeit und machte sich auch Gedanken über die Zukunft. Schön, dass auch einmal positive Gedanken anklangen, wo doch heutigen Tags so gern gemeckert wird.

Bevor es an die Schlüsselrückgabe ging, berichtete Heiner Reiß, Präsident des Karnevalsverbands Mark Brandenburg, über den im Januar 2019 erzielten Weltrekord. Der KVMB hatte es geschafft, beim „Festival des Karnevals“ in Falkensee mit 111 Tänzerinnen und Tänzern die „größte Tanzgarde der Welt“ auf die Bühne zu bringen. Es gab auch Karnevalsorden für die Unterstützer des Weltrekords. Der KC „Blau-Weiß“ 68 marschierte schließlich auf um den Stadtschlüssel an den Bürgermeister zurückzugeben. Dieser wurde von seinen vier Schlüssel-Wächterinnen begleitet.

Uschi Kömmeling als Wächterin des Geldes“(welchen Wert hat Ehrenamt, was kostet Kultur usw.), Christel Piezofski als „Wächterin über die Liebe“ (hütet die Liebe, denn Geld allein macht nicht glücklich), Hannelore Deetz als „Wächterin der Weisheit“ und Jordis Leisner als „Wächterin der Treue“ (achte auf deine Worte, denn sie werden Taten…, irischer Segenswunsch) gaben dem Bürgermeister und allen Gästen weise Worte mit auf den Weg. Außerdem nahmen nach dem langen Aschermittwoch-Nachmittag, der natürlich mit viel Musik und Tanz ausklang, die Gäste ihre „Kaffeeklatsch-Post“ mit. Dort gab es schon den Vorgeschmack auf den nächsten Kaffeeklatsch, der dem Klubhaus in seinem 60. Jahr etwas ganz Besonderes mitbringen wird.

Am 3. April um 15 Uhr gibt es etwas, was es gar nicht gibt: eine „Mitternachtsparty“ am Nachmittag. Jörg Hinz und Lesley Konetzky werden mit Musik vom Band und live gesungenen „DDR-Klassikern“ die Tanzfläche füllen und den Saal zum Kochen bringen, wie früher. Für weitere Überraschungen ist auch gesorgt. Na dann – bis dann in alter Frische. M.R.