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600 Umfrageteilnehmer allein aus Ludwigsfelde

Freitag, 24.06.2022

Umfrage des Landkreises zum Radverkehrskonzept stößt auf große Resonanz in der Stadt

Im Mai hatte Bürgermeister Andreas Igel die Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder per Video aufgerufen, sich an einer Umfrage des Landkreises zum Radverkehrskonzept zu beteiligen, um deutlich zu machen, dass die Stadt Ludwigsfelde vor allem in Bezug auf Radwege zwischen den elf Ludwigsfelder Ortsteilen großen Nachholbedarf hat, der ohne Unterstützung des Landkreises und des Landes nicht zu mindern ist, da fast alle Straßen in und durch die Ortsteile in Zuständigkeit des Landes Brandenburg oder des Landkreises Teltow-Fläming fallen. Mehr als 3.000 Menschen aus dem gesamten Landkreis hatten an der Umfrage teilgenommen – allein 600 davon aus Ludwigsfelde.

„Ich bin begeistert und dankbar, wie aktiv sich die Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder in die Umfrage eingebracht haben. Jetzt hoffe ich, dass sich die Umfrageergebnisse unserer Bürgerinnen und Bürger auch positiv im Radverkehrskonzept des Landkreises widerspiegeln, sodass die Radwege, die schon lange durch die Einwohnerinnen und Einwohner gefordert werden, endlich geplant und irgendwann auch gebaut werden. Wir sind als Stadt seit Jahren bereit, notwendige Gelder zu investieren, aber das geht eben nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden“, hofft Bürgermeister Andreas Igel, nun endlich einen Schritt voran zu kommen. „Dass ein Fünftel aller Fragebögen aus Ludwigsfelde stammen und damit mehr als doppelt so viele wie aus der zweitplatzierten Gemeinde Nuthe-Urstromtal, verdeutlicht die Defizite der Radverkehrsanbindung in unserer Stadt und im Norden des Landkreises aus meiner Sicht mehr als deutlich.“

Zahlen und Fakten

Nur knapp zwei Prozent der in Teltow-Fläming lebenden Menschen nahmen an der Umfrage teil. Mit 54 Prozent beteiligten sich mehr Frauen als Männer (43 Prozent), weniger als ein Prozent gab als Geschlecht divers an. Dabei war hauptsächlich die Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren (28 Prozent) vertreten, gefolgt von Personen zwischen 40 und 49 Jahren (24 Prozent) und 50 bis 59 Jahren (22 Prozent).

„Das ist eine enorme Resonanz, die meine Erwartungen mehr als übertroffen hat. Ich danke allen, die an der Aktion teilgenommen oder sie gefördert haben“, wertet Landrätin Cornelia Wehlan das Ergebnis.

53 Prozent der Teilnehmer können sich vorstellen, dass die Nutzung/Kombination von zu Fuß gehen, Rad fahren und Bus/Bahn im Alltag grundsätzlich eine Alternative zum privaten Auto oder anderen Kraftfahrzeugen ist. 27 Prozent verneinten die Frage, 20 Prozent gaben keine Antwort. Die Mehrheit der Befragten findet beim Radfahren eine direkte und schnelle Verbindung, räumlich getrennte Radverkehrsführung bzw. genügend Abstand zu anderen Verkehrsarten sowie eine Wegbefestigung mit Asphalt wichtig. Viele denken, dass die vorhandenen Radwege mehr Pflege benötigen.

Wie geht es nun weiter?

Die Rückläufe und eine erste Auswertung der Umfrage gehen an ein vom Landkreis beauftragtes Planungsbüro. Es wird eine detaillierte Auswertung vornehmen, die in die Erstellung des Radverkehrskonzeptes einfließt, das Mitte 2023 fertig werden soll. Auch nach der Umfrage können sich die Bürgerinnen und Bürger ‑ insbesondere über ihre Kommunen, die ständige Mitglieder der Arbeitsgruppe Radverkehrskonzept des Landkreises sind ‑ gern weiter in die Erarbeitung einbringen.

„Ich kann der Bürgerschaft versichern, dass ihre Anliegen im Rahmen der weiteren Planung eine Rolle spielen. Sie werden von der Arbeitsgruppe Radverkehrskonzept, den Städten und Gemeinden, dem Landesbetrieb Straßenwesen und dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub und dem Planungsbüro diskutiert und bearbeitet. So finden die Anregungen Eingang in den Bearbeitungs- und Abwägungsprozess, der zum finalen Radverkehrskonzept inklusive der priorisierten Maßnahmenliste führt“, verspricht Landrätin Cornelia Wehlan.