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03.08.2012 - Ein Knatterndes Familienfest mit 160 Rollern

14.IWL Motorrollertreffen am 18./19.August 2012 Höhepunkt der Veranstaltung ist die Versteigerung eines IWL Berlin zu Gunsten eines guten Zwecks.

Bereits jetzt liegen der Ludwigsfelder Museumsleiterin Ines Krause, die von den Fans der Ludwigsfelder Roller liebevoll nur Rollermutter genannt wird, 120 Anmeldungen für das nächste Rollertreffen vor. Dabei sind es noch drei Wochen hin und erfahrungsgemäß melden sich viele der Wiederholungstäter, wie Krause sie nennt, erst kurz vor dem Treffen an. So rechnet sie für das Wochenende vom 18. und 19. August mit insgesamt 160 Rollern, die in ihrer Geburtsstadt Ludwigsfelde zum alle zwei Jahre stattfindenden IWL Motorrollertreffen zusammen kommen.

Dabei wird auch das erste Mal der neue Anbau des Museums der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein, wie Krause verspricht. Dort wird am Abend ein Stück lange verschollene Rollergeschichte zu sehen sein, ein Beitrag der Aktuellen Kamera, in dem unter anderem das Fließband der Rollerproduktion zu sehen ist. „Als wir uns das im Babelsberger Rundfunkarchiv angesehen haben, ist Manfred Blumenthal fast das Herz stehen geblieben“, berichtet Krause. Denn Erstens ist Blumenthal der bekannteste Fachmann zum Thema IWL Roller und zweitens gab es bisher kaum bewegten Bilder der Produktion aus der damaligen Zeit. Der Höhepunkt des Treffens ist aber ohne Zweifel, die Versteigerung eines von Rollerfans der IG Stadtroller Berlin aus ganz Deutschland komplett restaurierten Rollers „Berlin“ für einen wohltätigen Zweck in Ludwigsfelde. „Das ist ein Dankeschön der Rollerfahrer an die Stadt Ludwigsfelde, das wir uns das Thema so auf die Fahne geschrieben haben“, so Krause. Welchem wohltätigen Projekt der Erlös des auf rund 2500 Euro geschätzten Rollers zukommt, wird dann zur Versteigerung am Abend des 18.Augusts verraten.

Das Projekt Spendenroller hat übrigens auch überregionales Interesse geweckt und fand sich als mehrseitige Reportage in einem Fachmagazin wieder und auch die Zossener Rundschau berichtete darüber. Deshalb rechnet die Rollermutter Krause auch mit heißen Bietergefechten.

Die Stars sind aber wieder die 160 Oldtimer von den Typen Pitty, Berlin, Wiesel und Troll, welche von 1955 bis 1964 im Industriewerk Ludwigsfelde (IWL) produziert wurden. „Der jüngste Teilnehmer ist 16 Jahre“, erklärt Ines Krause und damit um einiges jünger als sein fahrbarer Untersatz. „Der hat seinen IWL Wiesel selbst aufgebaut“, steuert Blumenthal bei. Denn Julius Engel ist Patenkind von Blumenthals Sohn und schon lange vom Rollervirus infiziert. Das dürfte wohl auch den meisten der erwarteten 160 Teilnehmer des Treffens so gehen.

Diese sind in diesem Jahr von Gestamp Metallforming (GMF) Umformtechnik eingeladen, sich die erste Halle des IWL anzuschauen. „Wir laden die technikbegeisterten Rollerfans zu unserem Familienfest ein“ so Unternehmensvertreterin Carmen Kansok. Gleichzeitig dürfte der knatternde Troß auch für die Mitarbeiter von GMF und deren Familien ein Highlight werden. Danach geht es zum Gröbener Dorffest und auch ein Rollerkorso durch die ganz Ludwigsfelde ist geplant.

MIJ



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