Familie Ziedrich spendet den Schlitten und Jugendtischlerei arbeitete ihn auf
Museumsleiterin Ines Krause glaubte gestern Mittag nicht, dass der alte Schlitten durch die Tür des Museums passt. Doch belehrten sie die Jugendlichen der Jugendtischlerei TF eines besseren, als sie das sperrige Gefährt durch die Tür zirkelten. Entdeckt hatte das gute Stück Carla Karstädt, als sie in Wietstock auf der Suche nach Exponaten für den Umzug des Kreiserntefestes war. Dort hing der Schlitten die letzten Jahre, denn das letzte Mal im Wintereinsatz war er vor rund 25 Jahren, wie sich Klaus Ziedrich erinnert, „Da wurde der Pflaumenkuchen mit nach Diedersdorf gefahren.“
Karstädt spannte auch die Jugendtischlerei bei der Aufarbeitung des Schlittens ein. „Wir mussten darauf achten, die ganzen Feinheiten zu erhalten.“ beschreibt Jugendtischler Steffen Scheil die Herausforderung. Um die Patina zu erhalten, gingen die Jugendlichen ganz vorsichtig vor und tauschten alte Nägel aus, schliffen den Rost ab und lackten das alte Holz, „damit es wieder glänzt. Es war eine sehr schöne Arbeit“ so Scheil.
Ines Krause freute sich über den Zuwachs zum Museumsfundus und versprach, dass er nicht im Archiv verschwinden wird, sondern zukünftig die Besucher im Eingangsbereich begrüßt. Auf dem Schlitten hat auch eine alte Pelzjacke ihren Platz gefunden, die vom letzten Ludwigsfelder Kutsche Hinze stammt.
Auch Wietstocks Ortsbürgermeister Rainer Lange war vor Ort und freute sich über das Stück Wietstock im Museum. Denn dort findet man bisher nur wenige Zeugnisse der Geschichte aus den Ortsteilen.
Falls auch Sie ein Stück Geschichte auf dem Dachboden haben, dass einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, können Sie sich bei Museumsleiterin Iness Krause unter der (03378) 827 119 melden.
MJ
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